Der Bevölkerungs- und Gesundheitsschutz soll, auch mit Blick auf Corona, weiter ausgebaut werden. Dies ist eines der Ziele von Dr. Joachim Bläse. Er ist am Dienstag als neuer Landrat des Ostalbkreises in sein Amt eingeführt worden. Bläse, der seitherige Erste Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, ist Nachfolger von Klaus Pavel, der nach einer Amtszeit von 24 Jahren in der vergangenen Woche verabschiedet worden war.

Regieren mit Zehn-Punkte-Plan

In seiner Antrittsrede sprach Bläse von einem Zehn-Punkte-Plan, den er in seiner achtjährigen Amtsperiode abarbeiten wolle. Als weitere Aufgaben nannte Bläse dabei die Sicherung der wirtschaftlichen Stellung des Kreises und der Arbeitsplätze. Der Ausbau des Breitbands sei vor allem für kleinere Gemeinden bedeutsam, um sich zukunftsfähig aufstellen zu können. Wichtig sei ihm in seinem Amt die innere Haltung und der europäische Geist, unterstrich der neue Landrat.

In Flüchtlingsfrage nicht wegducken

Das bedeute, eine europäische Verantwortung, auch in der Flüchtlingsfrage, zu übernehmen. Bläse: „Wenn der Ostalbkreis hier einspringen muss, werden wir uns nicht wegducken.“ Im Ostalbkreis gebe es keinen Platz für Ausländerfeindlichkeit, Rassismus oder Antisemitismus. Angesichts der Hygienedemonstrationen solle man mit Stolz auf die Demokratie blicken, forderte er.

Vereidigt und auf sein neues Amt verpflichtet hatte Bläse der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer. Er sagte: „Mit dem heutigen Tag beginnt eine neue Ära auf der Ostalb, im größten Landkreis im Regierungsbezirk Stuttgart.“ Der Regierungspräsident unterstrich, die Zukunfts- und Konkurrenzfähigkeit des Kreises hänge von einer attraktiven und gut funktionierenden Verkehrsinfrastruktur ab. Noch in diesem Jahr werde in Fortsetzung der Umfahrung Mögglingen mit dem vierspurigen Ausbau der B 29 zwischen Essingen und Aalen und mit dem Bau der Umfahrung des Aalener Stadtbezirks Ebnat begonnen.