Die Sanierung des Belags der B19 zwischen der Anschlussstelle Oberkochen-Nord und Oberkochen-Süd ist weitgehend abgeschlossen. Auffallend für Verkehrsteilnehmer: Auf dem sanierten Streckenabschnitt sind weitaus weniger Fahrgeräusche zu hören.

Susanne Diettlerle, Pressereferentin am Landratsamt Ostalbkreis, erklärt: „Wegen der nahen Ortslage wurde ein Splittmastixasphalt mit relativ kleinem Korn eingebaut.“ Das führe dazu, dass der von der Straße ausgehende Lärmpegel um etwa drei bis vier dB (A) niedriger liege als bei einem herkömmlichen Asphaltbeton. Lärm wird in der Einheit Dezibel (dB) angegeben. Werden für den Krach auch die besonderen Belastungen bestimmter Schall-Frequenzen für das Ohr berücksichtigt, wird der Schallpegel in der Einheit dB (A) gemessen. Eine Reduzierung des Lärmpegels um drei dB (A) werde als Halbierung der Lärmbelastung empfunden, so Diettlerle. „Oder anders ausgedrückt: Der neue Asphalt wirkt so wie eine Halbierung des Verkehrs auf der B19.“

Der aufgebrachte Splittmastixasphalt ist etwas anderes als der sogenannte Flüsterasphalt. Susanne Dietterle: „Der Flüsterasphalt ist ein sehr offenporiger Splittmastixasphalt, der eine noch etwas bessere Lärmminderung bringen kann, allerdings diese auch wieder schneller verliert, da sich die Poren mit Schmutz zusetzen.“ Außerdem sei er weniger lange haltbar, kühle im Winter schneller aus und benötige deshalb mehr Streusalz, da das Salz zum Teil wirkungslos in den Poren verschwindet. „Mit der gewählten Bauweise konnte für Oberkochen sicher eine deutliche Verbesserung bezüglich des Lärms erzielt werden.“

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