Nachdem am 16. Februar eine Postsendung bei der Firma Wild in Eppelheim und eine weitere am 17. Februar bei der Firma Lidl in Neckarsulm explodiert war, hatte die Sonderkommission des Landeskriminalamts Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Heidelberg die Ermittlungen übernommen.

66-jähriger Tatverdächtiger aus Ulm in Haft

Noch in der Nacht auf den 18. Februar konnte ein weiteres Sprengstoffpaket in einem Paketzentrum am Flughafen München lokalisiert und durch das Bayerische Landeskriminalamt unschädlich gemacht werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Lkas und der Staatsanwaltschaft.

Die Art der Sprengstoffpakete und die Ermittlungen zum Versandweg führten die Sonderkommission im Verlauf des Freitags dann auf die Spur eines Tatverdächtigen in den Raum Ulm.

Noch am selben Abend ordnete die Staatsanwaltschaft Heidelberg die vorläufige Festnahme des 66-jährigen Mannes an und holte eine Durchsuchungsanordnung des Amtsgerichts Heidelberg für seine Wohnung ein.

Vier Personen bei Explosionen verletzt

Spezialkräfte der Polizei nahmen den Rentner in seiner Wohnung im Raum Ulm fest. Er leistete keinen Widerstand.

Laut der gemeinsamen Pressemitteilung von Lka und Staatsanwaltschaft steht er im Verdacht, der Absender der Postsendungen mit Sprengstoff zu sein. Bei den Explosionen waren insgesamt vier Personen verletzt worden. Der Rentner, der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten ist, soll sich bislang noch nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert haben.

Die bei der Durchsuchung der Wohnung des 66-Jährigen aufgefundenen Beweismittel werden nun untersucht. Gegen den Tatverdächtigen wurde Haftbefehl erlassen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

Laut den derzeitigen Erkenntnissen der Ermittler ist es wohl unwahrscheinlich, dass der Beschuldigte noch weitere sprengstoffverdächtige Postsendungen versandt hat.

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Neckarsulm/Eppelheim