Mit schmerzverzerrtem und tränend herabkullerndem Gesicht beklagte sich der Ehrenspielführer der deutschen Fussballnationalmannschaft Lothar Matthäus beim Deutschen Fussballverband, dass die Exnationalspieler für Länderspiele keine Freikarten für den Stadion-Besuch mehr erhielten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass der ehemalige Weltfussballer und 150-fache Ex-Nationalspieler, der zweifelsfrei große Verdienste um den deutschen Fussball hat, mit einem Wehklagen um nicht erhaltene Freikarten bei Fußballfans die zu Tausenden Woche für Woche auf die Fußballplätze und Stadien gehen und dabei klaglos ihren Obolus entrichten, ernsthaft Gehör findet.

Dabei ist doch der Rekordnationalspieler Matthäus weder Hartz4-Empfänger noch hängt er am „finanziellem Tropf, sondern erhält als Moderator für verschiedene TV-Sender und als Kolumnist wie für die „Bild“ sicherlich nicht nur ein Taschengeld.

Auch sein ehemaliges jährliches Gehalt beim FC. Bayern München soll jährlich bei fünf Millionen Mark und sein Vermögen soll Anfang des Jahres bei 30 Millionen Euro gelegen haben.

Vor diesem Hintergrund kann wohl ein noch so verdienter und erfolgreicher Star-Fußballer Matthäus den Eintritts-Betrag bei Länderspielen wohl aus eigener Tasche bezahlen. Oder?

Karl Maier, Unterkochen