Bei der gegenwärtigen Diskussion und Wortgefechten über die Einführung von Bürgergeld fordert die Union durch ihren Chef und Messias Friederich Merz, dass sich Leistung lohnen müsse.

Mit dieser Äußerung bringt man Menschen mit geringem Einkommen in Stellung gegen diejenigen, die künftig Bürgergeld beziehen.

Mal abgesehen davon, dass es heuchlerisch ist, wenn die christlichen Unionspolitiker leistungslose Erbschaften schützt – gegen den Mindestlohn stimmt, aber dann vom Lohnabstandsgebot schwafelt, dann ist das Narrativ vom „attraktiven“ Bürgergeld, bei dem sich Arbeiten nicht mehr lohnen würde, zu sprechen.

So spaltet man jedenfalls die Gesellschaft und hetzt Niedrigverdiener und Bürgergeldempfänger mit einer Fake-News-Kampagne nach der anderen gegeneinander auf.

Die Sanktionen bleiben auch beim Bürgergeld erhalten, „Luxusausgaben“ gestrichen und künftig soll das Schwergewicht bei den Arbeitslosen auf dem Fördern statt Fordern liegen.

Was wohl genau richtig ist, angesichts des akuten Facharbeitermangels und der Tatsache, dass fast zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen keinen Berufsabschluss haben?

Diesen Kulturwandel der „Ampel“ findet die Union falsch und arbeitet eifrig an der Wiederauferstehung des Pappkameraden des faulen Arbeitslosen.

Da fragt man sich allenernstes, wo bleibt ihre staatspolitische Verantwortung für Menschen die nicht auf der Sonnenseite stehen?

Karl Maier, Unterkochen