Obwohl das weltweite Klimarad sich immer schneller dreht, brachte die Klimakonferenz in der schottischen Hafenstadt Glasgow unter Teilnahme von über 200 Politisch Mächtigen trotz großer Vorschusslorbeeren nicht den großen Wurf, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu reduzieren.

Ich will dabei nicht soweit gehen wie die Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die den Glasgower Klimagipfel als „Bla… bla… bla…“-Veranstaltung bezeichnete.

Unbegreiflich ist jedoch, dass die Klima-Protagonisten in Glasgow den Raubbau und die Abholzung der Regenwälder völlig ausblendeten, obwohl diese als Ökospeicher weltweit über 250 Millionen-Tonnen CO2 binden und speichern.

Die rigorose Abholzung hat letztlich auch für Menschen und Tiere dramatische Folgen – denn sie beeinträchtigt drastisch das Klima der Erde und jeden Tag sterben (häufig für immer) mehr als 100 Arten weil sie ihren Lebensraum verlieren. Es ist daher nicht nur eine Schande, um nicht zu sagen, ein Verbrechen, wenn die weltweite Staatengemeinschaft zu- und wegschaut wie Jahr für Jahr mehr als 158.000 Quadratkilometer abgeholzt werden.

Das macht sage und schreibe pro Minute über 42 Fußballfelder aus. Welch ein unverantwortlicher Wahnsinn.

Und so frage ich allen ernstes, was muss noch alles an Naturkatastrophen geschehen, bis die Menschheit und politisch Verantwortlichen endlich begreifen, dass wir gegenwärtig gerade dabei sind, den Ast auf dem wir sitzen, vollends abzusägen.

Karl Maier, Unterkochen