Seit über einem Jahr muss der Otto-Normal-Bürger die politisch verordneten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie strikt einhalten.

Dagegen ignoriert der Profifußball beharrlich Verbote und was Normalsterbliche nicht dürfen, schert den Männerfußball anscheinend einen Dreck.

Dabei ist schon erstaunlich, für wie wenig Debatte all das sorgt.

Eine Unterbrechung des Spielbetriebes wurde nicht einmal dann diskutiert, als alle anderen schon vier Monate im Lockdown saßen, trotz immer wiederkehrenden Infektionen von Profis.

Die Behauptung der Betrieb sei eine Blase, ist schlicht eine bürgerverdummende Lüge.

Natürlich treffen Fußballer Menschen, offenbar sehr regelmäßig sogar solche, deren Dienstleistungen für alle Anderen geschlossen sind.

Von Maskentragen, Abstand halten in der Kabine, auf der Auswechselbank, bei Trainern oder beim Torjubel redet schon gar keiner mehr.

Es erstaunt einen schon wie Friseure, Gastronomie, Tourismus, Reisen oder der Amateurfußball ins grelle Licht gerückt sind, und ums Überleben kämpfen, dagegen der Profifussball völlig ungestört durch die zweite Welle gekommen ist.

Es ist jedenfalls empörend, wie unbekümmert in diesen harten einschneidenden Pandemiezeiten die Profikicker und Vereinsverantwortlichen die Einhaltung von Schutzmaßnahmen brüskieren.

Mir geht es bei dieser Betrachtung wahrlich nicht um fehlbare „Sünderlein“, die wir zugegeben alle sind.

Sondern es geht um eine Kaste, die Geld und Lobby genug hat, sich über jede Regelung hinwegzusetzen. Das sollte Sie schon im eigenen Interesse beunruhigen und zum Nachdenken veranlassen.

Karl Maier, Unterkochen