Am 20. April 2022 war bei Ehingen im Alb-Donau-Kreis ein totes Lamm aufgefunden worden. Kurze Zeit später, am 29. April, war gut 30 Kilometer entfernt bei Illerrieden ein totes Reh entdeckt worden.

Eine genetische Analyse der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt bestätigt am Dienstag nun den Verdacht: Beide Tiere hat ein Wolf gerissen.

Ob es sich dabei um denselben Wolf handelt, könne jedoch auf Grund der Probenqualität bei der genetischen Untersuchung nicht festgestellt werden, so die Forschungsanstalt am Dienstag. Aufgrund des zeitlichen und räumlichen Zusammenhangs der beiden Vorfälle sei es aber möglich, dass Reh und Lamm von demselben Wolf gerissen wurden.

Die Frage, ob der Wolf weitergezogen ist oder sich noch im Alb-Donau-Kreis aufhält, könne derzeit nicht beantwortet werden.

Drei sesshafte Wolfsrüden in Baden-Württemberg

Die betroffenen Gemeinden im Alb-Donau-Kreis liegen außerhalb der beiden Fördergebiete Wolfsprävention, so das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.

Im Schwarzwald leben derzeit drei sesshafte Wolfsrüden.

Die Verbände der Koordinationsgruppe Wolf sowie die Wildtierbeauftragten der Region seien über das Ereignis informiert worden.

Wer den Wolf im Alb-Donau-Kreis oder der Region sieht, sollte sich umgehend bei der Fortstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt melden: info@wildtiermonitoring.de oder Telefon 0761.4018-274.

Weitere Informationen rund um den Wolf in Baden-Württemberg gibt es hier: Wölfe in Baden-Württemberg

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