Bächingen / HZ In der Nacht auf Montag brannte ein landwirtschaftliches Anwesen in Bächingen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus und sieht Parallelen zum Feuerteufel aus Sontheim aus 2015.

In der Nacht auf Montag brannte es in einer einer landwirtschaftlichen Halle bei Bächingen. Die Feuerwehren aus Heidenheim, Sontheim und dem Umkreis waren stundenlang im Einsatz, um das Feuer zu löschen.

Zunächst war die Brandursache unklar. Die Kripo Dillingen, die auch von LKA-Beamten unterstützt wird, geht aber nach derzeitigem Ermittlungsstand von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Bislang liegen noch keine konkreten Hinweise auf einen möglichen Täter vor.

Zur Erforschung der Brandursache wurden Brandreste sichergestellt und an das Landeskriminalamt zur Auswertung versandt.

Außerdem seinen Parallelen zu Bränden aus dem Jahr 2015 rund um  Sontheim erkennbar. Dort waren bis zum Sommer 2015 mehrere Gartenhäuschen und Scheunen in Brand gesteckt worden. Ein Täter konnte nie ermittelt werden. Auch bei Söhnstetten waren 2015 eine Reihe von Bränden gelegt worden. Über Monate hinweg hatte die Polizei nach dem Brandstifter gesucht – auch innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr. Die Suche blieb erfolglos.

Einen Zusammenhang zwischen den Sontheimer Fällen und den Bränden, die rund um Söhnstetten gelegt worden waren, konnte die Polizei nie ausschließen. Ob im aktuellen Brandfall in Bächingen tatsächlich ein Zusammenhang zu den Taten in 2015 besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Bei dem Feuer, das in der Nacht auf Montag gegen 0.30 Uhr in der landwirtschaftlichen Halle des Bauernhofs bei Bächingen ausgebrochen war, waren insgesamt 80 Feuerwehrleute aus dem Umkreis im Einsatz. Die Feuerwehren aus Heidenheim und Sontheim unterstützten die örtlichen Einsatzkräfte. Ein gutes Dutzend Rinder konnte gerettet werden. Personen kamen nicht zu Schaden. Bei Temperaturen von bis zu -15Grad war der Einsatz, der sich bis in den Nachmittags des Montags hinzog, eine enorme Belastung für die Einsatzkräfte. Das Bayerische Rote Kreuz hatte deshalb eine beheizte Versorgungsstation aufge- baut.

Laut Angaben der Polizei dürfte sich der entstandene Sachschaden im siebenstelligen Euro Bereich bewegen.