Das zweitägige Bahnhofsfest in Neresheim gilt in normalen Jahren als richtig großes Ereignis mitten in den großen Ferien. Wegen der Pandemie-Einschränkungen war es diesmal ein Schmalspurfest, bei dem manche Attraktion fehlte. Etwa halb so viele Besucher wie sonst beim Bahnhofsfest des Härtsfeld-Museumsbahnvereins (HMB) im August kamen diesmal nach Neresheim. HMB-Vorsitzender Werner Kuhn zeigte sich trotzdem zufrieden. Zwar gab es diesmal im Lokschuppen weder etwas zu essen noch zu trinken und auch die straßengebundenen Oldtimer fehlten. Dafür aber waren vier Oldtimer-Reisebusse, darunter einer der Post aus der Schweiz, vor Ort und kutschierten Festbesucher an den Härtsfeldsee und zur Stauferburg Katzenstein.

Unterwegs konnten die Reisenden einen Blick auf die Baustelle am Härtsfeldsee werfen. Spätestens 2021 beim Bahnhofsfest werden die Museumszüge bis Katzenstein fahren und die Dampflokomotiven oder Triebwagen hier „Kopf machen“ – also den Zug in die „Centralstation Neresheim“ ziehen.

Die Lok 11 war diesmal nicht ausgestellt. Sie ist weiter eine diffizile Baustelle und wird wohl erst in knapp drei Jahren wieder im Streckendienst zu finden sein. Der Kessel ist zwar fertig, doch nun ist die Feuerbuchse zu fertigen und anderes mehr zu schmieden und zu nieten. Dies geschieht in Eigenleistung, weil der Museumsbahnverein Fremdaufträge im fünfstelligen Bereich derzeit nicht schultern kann.

Die Corona-Hygienevorschriften wurden beim abgespeckten Bahnhofsfest auf den Zugfahrten alle umgesetzt. Freiwillige desinfizierten in den Fahrpausen die Waggons und die Griffstangen. So waren das Passagieraufkommen wie der Festbetrieb doch stark eingeschränkt. Werner Kuhn: „Ich hoffe doch sehr, dass wir nächstes Jahr wieder richtig feiern können und dann auch diejenigen wieder da sind, die sonst auch von weit her zum Fest angereist sind.“

Youtube Bahnhofsfest der Härtsfeld-Museumsbahn