Schwäbisch Gmünd / HZ/cat Gegen 14 Uhr kam es im Gmünder Einhorntunnel zu einem schweren Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Der Tunnel soll bis 22 Uhr gesperrt bleiben.

Im Einhorntunnel an der B 29 kam es am Donnerstagmittag gegen 13.45 Uhr zu einem schweren Unfall, der eine stundenlange Vollsperrung nach sich zog.

Ein Renault kam von der Spur ab

Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Verkehrspolizei Aalen hatte um 13.45 Uhr der Fahrer eines Renault Twingo die Bundesstraße in Richtung Aalen befahren, als er aus bislang unbekannter Ursache plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort prallte er seitlich versetzt mit einem ordnungsgemäß entgegenkommenden Lkw, ein Iveco mit Siloanhänger, zusammen. Durch die Aufprallwucht wurde der Renault gedreht und wieder zurück auf seine Fahrbahn geschleudert.

Der Iveco geriet nach dem Aufprall seinerseits auf die Gegenfahrbahn, prallte dort in den Anhänger eines ordnungsgemäß entgegenkommenden Sattelzug der Marke Daimler-Benz und anschließend frontal mit einem Honda zusammen. Anschließend prallte der Iveco seitlich gegen einen entgegenkommenden Klein-Lkw, ehe er gegen die linke Seite der Tunnelwand prallte und zum Stillstand kam.

Pkw-Fahrer erleidet lebensgefährliche Verletzungen

Der Fahrer des Renault erlitt lebensgefährliche und seine Beifahrerin schwere Verletzungen. Darüber hinaus wurden der Fahrer des Iveco und zwei Fahrzeuginsassen des Honda schwer verletzt. Der Fahrer des Klein-Lkw wurde leicht verletzt. Der Fahrer des Daimler-Benz-Lkw blieb unverletzt und kam mit dem Schrecken davon. Die Verletzten wurden vom Rettungsdienst in unterschiedliche Kliniken eingeliefert.

An dem Renault, Honda, Iveco und dem Klein-Lkw entstand erheblicher Sachschaden, die Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Daimler-Lkw war noch bedingt fahrfähig und konnte den Tunnel nach der Unfallaufnahme selbst verlassen.

Sperrung dauerte bis kurz nach 23 Uhr

Die Sperrung des Einhorntunnels konnte am Donnerstag um 23.10 Uhr nach Beendigung der Fahrbahnreinigung aufgehoben werden. Die Schadenshöhe beläuft sich nach aktuellem Ermittlungsstand auf etwa 196.000 Euro. Bei der zunächst als Gefahrgut vermuteten Ladung des LKW mit Siloanhänger handelte es sich um unbedenkliches Kunststoffgranulat.

Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde ein Unfallsachverständiger hinzugezogen. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungshubschraubern und einem Großaufgebot an Rettungssanitätern und Notärzten im Einsatz.

Die Freiwillige Feuerwehr Schwäbisch Gmünd war mit 73 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen im Einsatz. Die Polizei war mit sieben Streifenbesatzungen vor Ort.Darüber hinaus waren die Straßenmeisterstelle, Vertreter der Stadt Schwäbisch Gmünd, ein Tunnelmanager und Abschleppdienste im Einsatz.