Ellwangen / pol Zu einer heftigen Auseinandersetzung kam es in der Nacht auf Donnerstag in der Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen. Rund 40 Bewohner gingen aufeinander los.

Ein polizeiliches Großaufgebot war am frühen Donnerstagmorgen erforderlich, um Streitigkeiten zweier nationaler Gruppen in der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen zu befrieden. Gegen 2.15 Uhr wurde durch den Sicherheitsdienst eine Massenauseinandersetzung zwischen etwa 40 Bewohnern gemeldet, bei der wohl auch eine Schere sowie die Stange eines Bettgestells als Waffen im Spiel waren.

Insgesamt wurden 14 Streifenbesatzungen des Polizeipräsidiums Aalen in den Einsatz gebracht. Die Beamten des Polizeireviers Ellwangen wurden dabei von Kollegen umliegender Reviere, der Hundestaffel sowie dem Kriminaldauerdienst unterstützt. Zudem war der Rettungsdienst mit zwei Besatzungen im Einsatz.

Bislang sechs Festnahmen

Bisher konnten zumindest zwei Leichtverletzte sowie weitere vier Tatverdächtige namentlich festgestellt werden. Die Anfänge der Streitigkeiten konnten ebenfalls festgestellt werden: Gegen 19 Uhr kam es bei der Essensausgabe wohl zwischen mehreren Pakistanern und einem Eritreer zum Streit, im Rahmen dessen dem Eritreer eine Tasse ins Gesicht geschlagen worden sein soll.

Im Laufe des Abends schaukelte sich die Stimmung zwischen den Pakistanern und den Eritreern wohl immer wieder hoch, bis diese letztlich am frühen Donnerstagmorgen eskalierte. Die Ermittlungen, insbesondere auch zu den Beteiligten, dauern an.