Bürgermeister Peter Traub schätzt die Lage für Deutschland als schwierig ein. Auf Grund der großen Abhängigkeit Deutschlands von russischem Erdgas habe Russland hier einen „wirksamen Hebel.“

Damit im Winter nicht das Gas ausgehe, müsse jetzt verantwortlich gespart werden, was auch für die Stromerzeugung gelte, da zirka sechzehn Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus Gaskraftwerken komme. Die Stadt Oberkochen habe einen Gasnotfallplan erstellt und der Gemeinderat mittlerweile zahlreiche Maßnahmen beschlossen, die ab dem ersten September umgesetzt werden. Unter anderem werde das Freizeitbad „aquafit“ als größter Energieverbraucher vollständig außer Betrieb genommen. In allen öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen, also auch an den Schulen, würden die Raumtemperaturen auf neunzehn Grad abgesenkt und der Warmwasserverbrauch reduziert. Auch die Straßenbeleuchtung werde nachts zwischen ein Uhr und fünf Uhr abgeschaltet. Einzig die Kinderbetreuungseinrichtungen blieben von den Energieeinsparmaßnahmen ausgenommen.

Sportzentrum auch betroffen?

Ob und inwieweit das im Bau befindliche Sportzentrum betroffen sein werde, das werde man sehen. Bis zur Fertigstellung im September 2023 sei es noch über ein Jahr hin. Allerdings stehe fest, dass „wir kein Sportzentrum für vierzig Millionen Euro bauen, um es gleich zu schließen“, so Traub weiter. Weiter werde das neue Sportzentrum künftig über eine Photovoltaik-Anlage mit Strom und über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt, das derzeit im Aufbau sei.