Zwei Jahre lang konnte die traditionelle Fußwallfahrt auf den Ulrichsberg wegen der Pandemie nicht in gewohnter Weise stattfinden, am jetzigen Dreifaltigkeitssonntag 2022 war die Abteikirche aber wieder das Ziel zahlreicher Gläubiger. Wallfahrer auch aus dem Kreis Heidenheim hatten sich zu Fuß aufgemacht. Den Festgottesdienst zelebrierte Abt Friedhelm Thiessen, der Leiter des Benediktinerklosters Kornelimünster bei Aachen.

Er sei bereits vor zwei Jahren als Haupt-Zelebrant und Festprediger vorgesehen gewesen, sagte Konventualprior Pater Albert Knebel, der Obere des Klosters Neresheim, bei der Begrüßung der zahlreichen Besucherinnen und Besucher. Er selbst gestaltete als Solist den Gottesdienst mit, während Tim Heider aus Schweindorf an der Holzhay-Orgel brillierte und Ministranten aus Kösingen den Dienst am Alter versahen. Zu Beginn waren die Mönche und die Fußpilger feierlich in das Gotteshaus eingezogen. So hatte zum Beispiel der Verband Katholisches Landvolk im Dekanat Heidenheim alle Mitglieder und Interessierten zur Wallfahrt eingeladen. Dazu hatte man sich am Sonntagmorgen an der Kirche Maria Königin in Frickingen getroffen.

Abt Friedhelm Thiessen nahm in seiner Predigt darauf Bezug, indem er unterstrich, die Pilger hätten sich aufgemacht zum Gottesberg. Gott bewege das Leid und Elend der Menschen. Wer den Weg Christi unter die Füße nehme, komme am Ziel seines Lebens an, unterstrich der Prediger.

Das Dreifaltigkeitsfest

Am ersten Sonntag nach Pfingsten wird in der katholischen Kirche das Fest zu Ehren der Dreifaltigkeit begangen. Die Lehre von der Trinität, also des einen Gottes als Vater, Sohn und Heiliger Geist, ist eines ihrer wichtigsten Dogmen. Eingeführt wurde das Dreifaltigkeitsfest im Jahr 1334, allerdings wurde es in vielen Klöstern bereits vorher mehrere Jahrhunderte gefeiert.