Der Fall des 25-jährigen Mannes aus dem Kreis Göppingen, der sich in Norditalien mit dem Coronavirus infiziert hat und der am Samstag, 22. Februar, in einem Neu-Ulmer Kino war, hat die die Landkreisverwaltung Neu-Ulm seither weiter beschäftigt.

Der Infizierte war am Samstagabend ab 20 Uhr im Neu-Ulmer Dietrich-Kino (Saal 8) und hatte dort den Film „Bad Boys“ gesehen.

Mehrere Kinobesucher haben sich gemeldet

Der mit dem neuartigen Virus Infizierte sah den Film von Sitzreihe 2, Platz 13 aus.

Das Landratsamt Neu-Ulm hatte im Anschluss Kinogänger desselben Films gebeten, sich zu melden. Als Kontaktpersonen der Kategorie I (höheres Infektionsrisiko) gelten die Personen auf folgenden Sitzplätzen:

  • Reihe 1: Platz 12, 13 und 14
  • Reihe 2: Platz 12 und 14
  • Reihe 3: Platz 12, 13 und 14.

Von diesen acht Personen konnten zum Stand Montag, 2. März, insgesamt sieben Personen identifiziert werden.

Alle Personen befinden sich laut Landratsamt Neu-Ulm zur Vorsorge in häuslicher Quarantäne. Weitere Angaben seien auf Grund der ärztlichen Schweigepflicht nicht möglich.

Auf Symptome achten

Zahlreiche weitere Kinobesucher der genannten Filmvorstellung hätten sich im Zuge des Aufrufs bei den Gesundheitsämtern gemeldet. Ihnen sei mitgeteilt worden, dass Sie in den nächsten zehn Tagen auf Krankheitssymptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen achten sollten. Treten diese auf, müssen sie alle nicht notwendigen Kontakte zu anderen Personen minimieren und telefonisch ihren Hausarzt und das für ihren Wohnort zuständige Gesundheitsamt kontaktieren und auf den Filmbesuch hinweisen.

So reagieren Behörden in Heidenheim

Am Heidenheimer Landratsamt wurde unterdessen präventiv eine Einsatzgruppe „Corona“ mit allen relevanten Organisationseinheiten eingerichtet. Man stehe zudem in Austausch mit anderen Gesundheitsbehörden, auch über die Kreisgrenze hinaus, hieß es am Donnerstag seitens des Heidenheimer Landratsamtes gegenüber der HZ.

Am Heidenheimer Klinikum wurden ebenfalls vorsorgliche Vorkehrungen getroffen. So habe am Mittwoch eine Sondersitzung stattgefunden. Dabei haben die Akteure verschiedener Behörden den Versorgungsweg zwischen ambulanten Praxen und stationärer Krankenhausbehandlung besprochen.