Der Klinikverbund des Ostalbkreises hat in dieser Woche seine Besuchsregeln geändert. Nach einem Bericht des „SWR“ ist demnach nachmittags wieder pro Patient und pro Tag ein Besucher zugelassen. Besucherinnen und Besucher müssen ein aktuelles Testergebnis vorlegen. Es gebe aber auch die Möglichkeit, vor Ort einen Antigen-Test durchführen zu lassen.

Dank sinkender Zahlen, am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Ostalbkreis bei 49 (Vorwoche 69), öffneten in dieser Woche in der Region zahlreiche kulturelle Einrichtungen: Unter anderem auch das Limesmuseum in Aalen. Dabei ist laut einem Bericht der „Schwäbischen Post“ der Innenbereich und der archäologische Park Reiterkastell zugänglich – mit einem Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis. Die Sonderausstellung über römische Waffen wurde verlängert.

Theater nehmen den Spielbetrieb wieder auf

In Ulm öffnete das Stadthaus auf dem Münsterplatz seine Ausstellung. Auch der Tiergarten ist wieder offen. Ebenso können die Theater in Ulm, Neu-Ulm und Aalen nach der Corona-Zwangspause ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen. Das haben die Häuser laut einem Bericht des „SWR“ mitgeteilt. Das Theater Ulm will am 11. Juni mit einer Open-Air-Premiere starten – mit dem Musical „Dracula“ auf der Wilhelmsburg vor bis zu 800 Zuschauern. Das Sozialministerium und das Ulmer Gesundheitsamt haben grünes Licht für das beantragte Modellprojekt unter Corona-Auflagen gegeben. Zuschauer müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, geimpft oder genesen sein. Ab 18. Juni können dann auch Vorstellungen im Theater selbst stattfinden – mit bis zu 400 Zuschauern. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Stadtkreis Ulm am Freitag bei 46 (Vorwoche 62); im Alb-Donau-Kreis bei 36 (64).

Drive-In-Teststationen in Ulm

Die Stadt Ulm hat ihr Testangebot erweitert und weist auf die Vorteile von Drive-In-Stationen hin. An diesen müsse man für den Test das Auto nicht verlassen. Die Idee: Nach 15 Minuten, quasi sobald das Parkhaus in der Stadt erreicht ist, liege das Testergebnis vor. Das berichtet die „Südwest Presse“. Dieses könne man per QR-Code mit dem Smartphone vom Befundblatt auslesen. Wer kein Smartphone habe, erfahre sein Testergebnis an der Tür des ersten Geschäfts oder Lokals, das er betreten will. Eine Übersicht über alle städtischen Teststationen findet man unter www.ulm.de/schnelltests

Haushaltslage besser als gedacht

Die Haushaltslage in Ulm ist trotz der Pandemie besser als gedacht. Zu verdanken ist das den hohen Zuwendungen von Bund und Land. Nach einem Bericht der „Südwest Presse“ hat die Stadt seit Beginn der Corona-Pandemie zweistellige Millionenhilfen erhalten, darunter 3,5 Millionen Euro in Form einer Corona-Soforthilfe sowie 30,9 Millionen Euro als Kompensation für entgangene Gewerbesteuereinnahmen. So könne die Stadt trotz Corona das Haushaltsjahr 2020 sogar über dem geplanten Ergebnis abschließen.

Lockerungen auch im Kreis Göppingen

Weil die Sieben-Tage-­Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Schwellenwert 50 geblieben ist, greifen laut einem Bericht der „Neuen Württembergischen Zeitung“ seit Dienstag auch im Landkreis Göppingen weitere Lockerungen: So entfällt etwa im Einzelhandel die Testpflicht für Kunden. Für den Besuch von Büchereien, Museen, Galerien und Zoos ist keine Terminbuchung mehr nötig. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Göppingen bei 35 (Vorwoche 45).

Förderprogramm der Stadt für Einzelhandel und Gastro

Mit einem zweistufigen städtischen Förderprogramm sollen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister in Göppingen die coronabedingten Einschränkungen überwinden: An den vier Samstagen im Juni werden nach einem Bericht der „Neuen Württembergischen Zeitung“ kostenlose Stadt-Tickets für den Bus unter dem Motto „kostenlos rein, kostenlos heim“ angeboten. Zweites Herzstück des Unterstützungspakets ist eine Gutscheinaktion: Für jeweils 100 Euro Umsatz in einem Göppinger Betrieb, der vom Lockdown betroffen und zum Beispiel deshalb geschlossen ist oder war, erhält man eine Gutscheinkarte im Wert von zehn Euro, die wiederum in einem Göppinger Betrieb eingelöst werden kann.

Risiko für befristet Beschäftigte

Infolge der Pandemie tragen Beschäftigte, die im Kreis Dillingen einen befristeten Arbeitsvertrag haben, ein besonders hohes Risiko, ihre Stelle zu verlieren. Davor warnt die IG Bau in einer Pressemitteilung, die in der „Donau Zeitung“ veröffentlich wurde. Im vergangenen Jahr hatten demnach 29 Prozent aller Neueinstellungen im Landkreis ein Verfallsdatum. Von rund 1300 Arbeitsverträgen, die im zweiten Quartal neu abgeschlossen wurden, waren etwa 370 befristet. Nach Beobachtung des Gewerkschafters sind befristete Stellen in Branchen wie der Gebäudereinigung und der Landwirtschaft stark verbreitet. Junge Beschäftigte seien besonders häufig betroffen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Kreis Dillingen am Freitag bei 49 (Vorwoche 83).

Die Inzidenz im Kreis Günzburg ist eine der höchsten in ganz Deutschland. Das Landratsamt spricht laut der „Günzburger Zeitung“ von einem „diffusen Infektionsgeschehen“. Aktuell gebe es keine Ausbrüche in Altenheimen, Kliniken und öffentlichen Einrichtungen. Aber: „Da selbstverständlich viele positiv getestete Personen berufstätig sind, treten immer auch in unterschiedlichen Unternehmen Fälle auf“, wird eine Sprecherin zitiert. Am Freitag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Günzburg bei 83 (Vorwoche 103).

Abgespeckte Version der Nördlinger Mess'

Auch im Landkreis Donau-Ries gelten seit Dienstag nach einem Bericht des „SWR“ weitere Lockerungen. So entfällt hier ebenfalls die Test- und Terminpflicht für die Außenbereiche in der Gastronomie sowie für den Einzelhandel und für den Besuch in Museen, Kinos, Theater müssen keine Termine mehr vereinbart werden. Freibadbesucher müssen sich nicht mehr vorab testen lassen. In Nördlingen haben das Stadt- und Stadtmauermuseum sowie das Rieskrater-Museum wieder geöffnet und in der Nördlinger Altstadt beginnt am Samstag eine abgespeckte Version der Mess'. Auf der Kaiserwiese gibt es einen Drive-In-Schalter mit Mess-Spezialitäten, vereinzelte Marktstände in der Innenstadt und einen Biergarten auf dem Marktplatz. Die Nördlinger Mess' geht bis zum 14. Juni. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Donau Ries lag am Freitag bei 36 (Vorwoche 44). Steigt der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 50, werden die Lockerungen zurückgenommen.

Lockerungen für die Kultur Die Museen in Heidenheim öffnen wieder

Heidenheim

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Heidenheim

Unterschiede in Ulm und Neu-Ulm


Seit Mittwoch gelten in Ulm die Regeln von Öffnungsstufe 1 – also dieselben wie seit Pfingstmontag im Alb-Donau-Kreis. Das bedeutet, dass Restaurants und Biergärten bis 21 Uhr öffnen dürfen. Wie auch im Kreis Neu-Ulm, aber mit zwei wesentlichen Unterschieden: In Bayern darf man bis 22.30 Uhr draußen sitzen. Dafür kann man in Ulm auch im Restaurant essen, was in Neu-Ulm nicht geht. Überall gilt: Wer Essen gehen will, braucht einen negativen Test. In Bayern entfällt laut der „Südwest Presse“ die Testpflicht, wenn nur Angehörige eines Haushalts am Tisch sitzen.