Bis zu 2.000 Menschen hatten sich am Sonntag auf dem Skihang bei Treffelhausen aufgehalten, schätzte die Polizei (hier mehr dazu). Betreiber, Bürgermeister und Polizei hatten den Hang räumen müssen. Dies nicht nur, weil die in der Corona-Verordnung zur Sicherheit der Menschen geforderten Abstände nicht eingehalten wurden. Vielmehr ist aus denselben Gründen auch die Nutzung von Sportstätten nicht zulässig. Und als solche ist der Skihang zu betrachten, teilt die Polizei mit.

Die Skipiste bei Treffelhausen liegt an der B466. Die Piste ist eine Sportstätte und damit nach der Corona-Verordnung gesperrt. Auch das Rodeln ist dort nicht gestattet.
Die Skipiste bei Treffelhausen liegt an der B466. Die Piste ist eine Sportstätte und damit nach der Corona-Verordnung gesperrt. Auch das Rodeln ist dort nicht gestattet.
© Foto: Openstreetmap

Am Montag tummelten sich nun erneut wenige hundert Menschen auf dem Hang. Deshalb griffen Betreiber, Bürgermeister und Polizei wieder ein. Mit Lautsprecherdurchsagen forderten sie die Menschen auf, den Skihang zu verlassen. Die meisten der Besucher kamen der Aufforderung auch nach.

Betreiber des Treffelhauser Skilifts will den Hang absperren

Nur wenige mussten von den Polizisten persönlich angesprochen werden, worauf aber auch sie dann reagierten. Jetzt beraten Betreiber, Bürgermeister und Polizei, wie die verbotene Nutzung und die potenziell gesundheitsgefährdenden Ansammlungen künftig vermieden werden können.

Der Betreiber hat gegenüber der Polizei bereits bekräftigt, dass er die Nutzung seines Hanges nicht dulden möchte und ihn deshalb absperren will. Ungeachtet dessen weist die Polizei darauf hin, dass auch ohne Absperrung die Nutzung des Hangs nicht zulässig ist. Sie wird die Kontrollen fortsetzen und diejenigen, die die Verbote missachten, anzeigen.

Wie die Polizei wissen lässt, gehe es gehe ihr nicht darum, den Menschen des Spaß zu verderben. Fakt sei aber, dass die Landesregierung Maßnahmen getroffen habe, die die Eindämmung des Corona-Virus unterstützen und vorantreiben sollen. Dies gelinge nur, wenn sich die Menschen vernünftig verhalten und die Regelungen beachten.

Wer sich nicht sicher sei, was erlaubt ist, könne dies jederzeit auf den Seiten der Landesregierung im Internet unter www.baden-wuerttemberg.de nachlesen.

Polizei: Selbstdisziplin fällt schwer

Kurz zusammengefasst gelte die Regel: Sich mit möglichst wenigen Menschen treffen, Menschansammlungen und Orte, an denen sich viele Menschen treffen, meiden ist das Mindeste, das jeder zu Eindämmung des Virus tun kann und sollte. Und wer sich freiwillig noch weiter einschränke tue seiner Gesundheit und der der anderen Menschen einen noch größeren Gefallen, so die Polizei. Die geforderte Selbstdisziplin falle schwer, weiß die Polizei. Sie helfe aber, dass alle baldmöglichst wieder ganz unbeschwert das Leben genießen können. Sobald die Pandemie vorbei sei.

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