Gundremmingen / cat Block C geht am 21. April für rund fünf Wochen vom Netz. Im Rahmen einer Revision werden auch über 100 Brennelemente getauscht.

Am Ostersonntag beginnt in Block C des AKW Gundremmingen die jährlich stattfindende Revision. Der Block wird hierfür für rund fünf Wochen vom Netz genommen und heruntergefahren. Dies teilt der Kraftwerksbetreiber in einer Pressemitteilung mit.

Neben wiederkehrenden Prüfungen und Wartungsarbeiten an Anlagenkomponenten und Sicherheitssystemen stehen Inspektionen an Behältern, Armaturen und elektrischen Schaltanlagen im Fokus der Arbeiten. Rund 20 Millionen Euro sollen hierfür in die Anlage investiert werden.

Zu Beginn der Revision sollen zunächst die bisher im Reaktor eingesetzten Brennelemente einzeln überprüft werden. Darüber hinaus ist vorgesehen, 112 frische Brennelemente einzusetzen.

Unabhängige Sachverständige des TÜV überwachen den Revisionsablauf im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums, so der Kraftwerksbetreiber.

600 externe Mitarbeiter sind bei der Revision dabei

Während der Revision wird die Kraftwerksbelegschaft von rund 600 externen Fachkräften von Partnerfirmen unterstützt. Im Sinne größtmöglicher Sicherheit und des Gesundheitsschutzes würden alle Mitarbeiter von Partnerfirmen vor Aufnahme ihrer Tätigkeiten den kraftwerkseigenen Arbeitssicherheits-Parcours durchlaufen, so der AKW-Betreiber. „Durch diese wichtige Maßnahme sorgen wir dafür, dass alle an der Revision Beteiligten für unsere hohen Anforderungen an die Sicherheitskultur sensibilisiert sind und verantwortungsvoll an ihre Aufgaben herangehen“, erläutert Dr. Heiko Ringel, technischer Geschäftsführer des Kernkraftwerks Gundremmingen.

Nach Abschluss aller Maßnahmen soll Block C voraussichtlich Ende Mai wieder mit dem Netz synchronisiert werden.

Vergangenes Jahr: Zwei Ereignisse führen zu Verzug bei Revision

Bei der Revision von Block C im vergangenen Jahr war es zu zwei Ereignissen gekommen, die die Arbeiten in Verzug gebracht hatten. Zum einen hatte ein Blitzschlag dazu geführt, dass das Kraftwerk nicht mehr mit dem Außenstromnetz verbunden war, sondern stattdessen mit Notstrom gearbeitet werden musste. Zum anderen hatte ein undichtes Ventil dazu geführt, dass Luft aus dem Sicherheitsbehälter in das Reaktorgebäude ausgetreten war. Beide Vorfälle hätten laut Kraftwerksbetreiber keinerlei Gefahr dargestellt und seien nach den Meldekriterien in die Kategorie N (Normal) eingestuft und der Behörde fristgerecht innerhalb von fünf Werktagen gemeldet worden, hieß es vergangenes Jahr seitens des AKW-Betreibers.

Unabhängig von der nun anstehenden, turnusgemäßen Revision, ist seit Ende März nun auch klar, dass und wie es in Sachen Rückbau des bereits abgeschalteten Block B weitergehen soll: Die Genehmigung zum Rückbau im Maschinenhaus wurde vor einigen Wochen erteilt.

Nachdem dort seit Beginn 2018 lediglich vorbereitende Arbeiten ausgeführt werden konnten, ist es nun möglich, mit den eigentlichen Demontage-Arbeiten zu beginnen. Als erstes soll dies das Kondensatorreinigungsystem betreffen. Die Turbine und der Generator sollen erst nachgelagert an die Reihe kommen.