Wegen steigender Energiepreise könnten in Baden-Württemberg mindestens 45 Bäder schließen. So lautet, kurzgefasst, die Antwort des Innenministeriums auf eine Landtagsanfrage der SPD. Droht eine Schließung auch den Aalener Bädern? „Wir bereiten uns auf alle möglichen Szenarien vor. Die haben aber nicht in erster Linie etwas mit der Preisentwicklung zu tun, sondern mit der drohenden Gasknappheit“, heißt es auf „Schwäpo“-Anfrage aus dem kommunalen Energieversorgungsunternehmen. Sollte der Wirtschaftsminister tatsächlich die Notfallstufe im „Notfallplan Gas“ ausrufen, müssten auch die Stadtwerke Aalen den Gasverbrauch „deutlich reduzieren“. Was das bedeuten würde: In einem solchen Fall wäre „eine Absenkung der Wassertemperaturen denkbar, aber auch eine (zeitweise) Schließung der Bäder, also des Freibads Spiesel, des Aalener Hallenbads und der Limes-Thermen“. Das Freibad Unterrombach wäre davon nicht betroffen, weil es solarbeheizt ist.

Die Corona-Krise ist noch nicht verdaut, da stecken die Gastronomen bereits im nächsten Krisenjahr. Auch in Aalen. Denn die wirtschaftlichen Herausforderungen zwingen sie zu einem schwierigen Spagat: In welcher Höhe wollen und müssen sie die allgemeinen Kostensteigerungen an ihre Gäste weitergeben, ohne sie zu vergraulen? Die „Schwäbische Post“ hat nachgefragt. Für Podiumswirtin Stefanie Winter steht eine Preiserhöhung von Speisen und Getränken außer Frage. Theoretisch, sagt sie, müsste man sogar wochenweise reagieren, so viel Dynamik sei in den Einkaufspreisen.

Bratöl um 250 Prozent teurer

Als Beispiel nennt Winter das Rapsöl, das sie zum Frittieren und Kochen verwendet. Vor Corona hatte sie zwölf Euro für zehn Liter gezahlt, im Oktober vergangenen Jahres dann 17 Euro – und momentan müsse sie für dieselbe Menge 36 Euro berappen. Die Branche spreche bereits vom „Schnitzelschock“. Denn die einzelnen Zutaten für ein klassisches Schnitzelgericht haben sich laut Steffi Winter im Einkauf zwischen zwölf Prozent (Fleisch) über 20 Prozent (Pommes) und 80 Prozent (Mayo) bis zu 250 Prozent (Bratöl) verteuert. Momentan liegt der Preis für ein Schweineschnitzel im Podium noch bei 15,80 Euro. Wie viel wären die Kunden bereit, mehr dafür zu zahlen? 20 Euro? „Diesen Preis würde ich bei uns in Aalen nicht ansetzen. Zehn Prozent auf den aktuellen Preis draufsatteln, das wäre die Schmerzgrenze.“

Martin Dannenmann vom Aalener Café Dannenmann versucht trotz aller Widrigkeiten den Standard zu halten, den die Gäste gewohnt sind. Man versuche, „den Laden“ aufrecht zu halten Dannenmann fühlt sich machtlos. „Nur ein Beispiel: Wir haben zu Jahresbeginn für ein Kilo frischen Lachs 10,99 Euro gezahlt, jetzt kostet dieselbe Menge 20,99 Euro.“ Die Preissteigerung könne er gar nicht auf seine Gäste umlegen, sonst müsste er für einen Salat mit Lachs theoretisch 29 Euro verlangen.

Demo „gegen die Leisetreter“

Es waren 300 Teilnehmer angemeldet, letztlich kamen aber mehr als 1000. Die Demonstration „gegen die Leisetreter“ und für eine lebendige Clubkultur in Ulm vergangenes Wochenende war ein riesiger Erfolg für die Veranstalter. Auslöser war, dass sich Anwohner in der Oststadt mit dem Club Eden angelegt und über zu viel Lärm geklagt hatten. Der Betreiber des Clubs entschied sich daraufhin für eine vorübergehende Schließung seines Betriebs. Laut der „Südwest Presse“ soll es mit einer Demo jedoch nicht gewesen sein. Angedacht ist die Gründung eines Vereins. Und auch die Politik hat bereits reagiert. Die SPD hat eine Online-Diskussion organisiert, die am Montag stattfindet. Mit dabei sind Vertreter der Ulmer Clubszene sowie der Pressesprecher der Arbeitsgemeinschaft „ClubCultur“ in Baden-Württemberg. Außerdem hat der Ältestenrat des Gemeinderats einen Runden Tisch beschlossen. Ein solcher Arbeitskreis, in dem Polizei, Ordnungsamt, Veranstalter, Gastronomie-Sprecher, aber auch die Fraktionen vertreten sind, sei gewiss als Mediator hilfreich.

Der Wald ist für viele das Naherholungsgebiet Nummer eins. Doch im Landkreis Dillingen ist deutlich weniger davon vorhanden als im Rest Bayerns, so der Forstexperte Marc Koch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Nördlingen-Wertingen laut der „Donau Zeitung“. Sind im Schnitt 36 Prozent der Fläche des Freistaats Bayern mit Wald bedeckt, sind es im Landkreis Dillingen über ein Drittel weniger, 22 Prozent.

Wie geht es dem Wald?

Diese Tatsache lässt den Landkreis in Sachen Natur- und Umweltschutz in keinem guten Licht erscheinen. Denn der Wald ist diesbezüglich ein absoluter Alleskönner. Bäume binden große Mengen des Treibhausgases CO2, produzieren Sauerstoff und sind zugleich Wohnstätte wie auch Nahrungsquelle für unzählige Tiere. Und durch das Wurzelsystem im Boden wird dort auch Wasser besser gespeichert. Durch die natürliche Kühlung im Wald versickert auch mehr Wasser im Boden als auf Flächen, auf welche die Sonne ungebremst herunterbrennen kann. Geht es dem Wald im Kreis Dillingen denn insgesamt gut? Marc Koch: „Aus menschlicher Sicht kann man sagen, dass es ihm zunehmend schlechter geht. Wir haben aber Hoffnung, ihn wieder aufzupäppeln – es wird aber nicht mehr der gleiche Wald sein, dem es dann wieder besser geht.“

Von 1,5 im Jahr 2020 auf 4,8 Arbeitsunfähigkeitsfälle pro 100 AOK-versicherte Beschäftigte: Im Landkreis Günzburg hat sich 2021 die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsfälle verdreifacht. Gleichzeitig gingen die Atemwegserkrankungen laut Mitteilung der AOK-Direktion Günzburg im zweiten Pandemiejahr insgesamt stark zurück. Ein Grund dafür könnten die Corona-Schutzmaßnahmen sein. Die Ausbreitung anderer Krankheitserreger dürfte dadurch ebenfalls eingedämmt worden sein. „Im Landkreis Günzburg entfielen 33 Krankmeldungen je 100 AOK-versicherte Berufstätige auf Atemwegserkrankungen, 37,9 Krankmeldungen auf Muskel- und Skeletterkrankungen“, sagt Hermann Hillenbrand, Direktor der AOK in Günzburg laut der „Günzburger Zeitung“. Insgesamt haben sich 2021 mehr AOK-versicherte Beschäftigte im Landkreis Günzburg krank gemeldet als 2020. „Die Gesamtzahl der Krankmeldungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent“, so Hermann Hillenbrand. Die durchschnittliche Dauer der Erkrankungen hat sich um 4,6 Prozent auf 19,8 Tage erhöht. Zum Vergleich: Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank.