Pendler im Aalener Raum brauchen Geduld. 28 Stunden standen Aalener Autofahrerinnen und Autofahrer im vergangenen Jahr in der Stadt im Stau. Das zeigt eine Auswertung der Verkehrsdaten-Analysefirma Inrix, die das Staugeschehen in mehr als 1000 Großstädten in 50 Ländern ausgewertet hat.

Damit hat es die Kocherstadt laut der „Schwäbischen Post“ in die Top 50 der bundesweiten Städte geschafft. Sie steht auf Platz 41. Zum Vergleich: München bleibt die Stadt mit den größten Zeitverlusten durch Staus in der Bundesrepublik: 74 Stunden verbrachten Pendler dort im vergangenen Jahr im Durchschnitt im Stau, in Berlin waren 71 Stunden.

Die Frau reagierte beherzt

Am Montag, gegen 17 Uhr, war eine 31-jährige Frau in der Riesbahn auf der Strecke von Aalen nach Nördlingen unterwegs. Beim Zwischenhalt des Zuges in Trochtelfingen fiel der Frau ein junger Mann auf, der auf der gegenüberliegenden Gangseite saß, sich im Schritt rieb und seinen Penis in der Hand hielt. Die Frau stand daraufhin beherzt auf und konfrontierte den jungen Mann lautstark, dies unverzüglich zu unterlassen. Der junge Mann aber habe nur den Kopf geschüttelt und wortlos den Zug verlassen, so ein Bericht der „Schwäbischen Post“.

Lufthygiene sei weiterhin wichtig

Die Kinderkliniken sind voll, vielen Kindern machen derzeit Atemwegsinfektionen mit RS-Viren schwer zu schaffen. Deshalb kann es die Ulmerin Simone Marx nicht verstehen, dass das Thema Luftfilter aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden ist. Die 42-Jährige ist Mutter eines Schul- und eines Kindergartenkinds und hat laut der „Südwest Presse“ an OB Gunter Czisch geschrieben, dass die Stadt das Thema wieder aufnehmen möge. Das Thema Lufthygiene, so hat Marx recherchiert, beschäftigt auch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Denn es gibt neben Covid ja andere Infekte, die sich über die Luft verbreiten. Und Feinstaub spielt auch eine Rolle. „Andere Länder wie Frankreich, Belgien und die USA sind sehr viel weiter mit Überlegungen, wie man die Luft in öffentlichen Gebäuden reinigen kann.“ Deutschland hinke hier hinterher.

Mehr Holzdiebstähle

In der Region häufen sich Holzdiebstähle. Zuletzt hat es im Kreis Biberach etliche Meldungen dazu gegeben. Auch im Alb-Donau-Kreis beobachten Polizei und Förster die Lage. Üblicherweise liege die Zahl der erfassten Holzdiebstähle im Kreis bei sechs oder sieben pro Jahr, berichtet Wolfgang Jürgens vom Polizeipräsidium Ulm der „Südwest Presse“. 2021 seien es 18 gewesen. Das sei schon eine Zunahme. Es sei aber schwer zu sagen, ob sich ein Trend abzeichne, die Zahlen für das ja erst vor kurzem abgelaufene Jahr 2022 liegen noch nicht vor. Die Fachleute treffen jedenfalls Vorsorge gegen den Diebstahl. Thomas Herrmann, der Leiter des Forstbezirks Ulmer Alb, berichtet, dass seit langem GPS-Sender eingesetzt werden. Auch im benachbarten Forstbezirk Mittlere Alb wird auf Tracker gesetzt. Die kleinen Geräte können auch in dünnerem Brennholz nahezu unsichtbar versteckt werden. Wird das Holz bewegt, senden sie Signale aus, per Satellitenortung kann verfolgt werden, wohin das Holz gebracht wird.

Diebstahl von alter Wurst und Käse

Im Hochsommer kletterte ein Mann in einen Müll-Container eines Supermarkts, um alte Wurst und Käse herauszufischen. Er wurde von der Polizei erwischt und musste sich nun vor dem Amtsgericht in Dillingen verantworten. Der Vorwurf lautet auf Diebstahl – bei einem Warenwert von wenigen Euro. Was der Mann da tat, nennt man auch Containern: Menschen durchsuchen den Müll von Supermärkten nach essbaren Überresten. Es gibt Menschen, die containern aus Überzeugung, um Lebensmittel zu retten, die noch genießbar sind und trotzdem weggeworfen werden. Andere durchsuchen den Abfall der Supermärkte, weil ihnen das Geld nicht zum Leben reicht.

Wird Containern legalisiert?

Vor Gericht tauchte der Mann laut einem Bericht der „Donau Zeitung“ in schmutziger Arbeitshose und abgetragener Weste auf. Er sei kein gesetzlicher Rentner, sondern in „privatem Vorruhestand“ und lebe von seinen Ersparnissen. Er habe darauf gewartet, dass der bayerische Staat und die Justiz „intelligenter werden“ und das Containern endlich legalisieren, so ein Bericht der „Donau Zeitung“. „Ich bin ja nicht allein.“ In dieser Forderung steckt bundesweite Relevanz. Denn es ist fraglich, wie lange Containern noch strafbar sein wird. Jüngst warben Justizminister Marco Buschmann (FDP) und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) dafür, Menschen, die Lebensmittel aus Abfallcontainern retten, nur noch zu bestrafen, wenn sie dabei Hausfriedensbruch oder Sachbeschädigung begehen, indem sie etwa ein Tor aufhebeln oder ein Schloss knacken. Dem Mann auf der Anklagebank brachte diese Aussicht jedoch nichts. Die Richterin verurteilte den 64-Jährigen zu einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je 15 Euro.

Maulwurfshügel explodierte

Noch immer ist Reiner Baur aus Deisenhausen (Kreis Günzburg) verletzt. Was ihm passierte, ist nicht alltäglich und die Polizei bestätigte jetzt erst auf Nachfrage der „Günzburger Zeitung“ den Vorfall, der sich am Vortag von Silvester ereignet hat. An jenem Freitag ging Reiner Baur spazieren. Baurs Hund schnupperte und wühlte plötzlich an einem Maulwurfshügel herum, auf dem ein Brettchen lag. Baur wollte nachschauen, worum es sich da handelte. Er konnte im Loch des Maulwurfshügels ein Aluminiumteil entdecken und griff danach. Dann ging alles ganz schnell. Mit einem lauten Knall explodierte der Maulwurfshügel und der Dreck traf Baur mitten ins Gesicht. Ein Rettungswagen fuhr ihn nach Ulm in die Augenklinik. Er hatte Glück im Unglück, im Auge ist zwar ein Bluterguss, doch soll die Prellung, die durch die herausgeschleuderte Erde entstanden ist, mit der Zeit ausheilen.

Auch zwei Vergehen gegen Biber

Während Baur auf dem Weg in die Klinik war, sperrte die Polizei das Gelände ab, und ein Sprengkommando rückte an und entschärfte weitere Fallen. Von der Polizei befragt, erklärt die Grundstücksbesitzerin, sie habe die Schussapparate nicht aufgebaut. Auf Nachfrage der „Günzburger Zeitung“ meint ein Polizeipressesprecher, dass es sich bei dem explodierenden Gegenstand um eine frei verkäufliche Wühlmausschussfalle gehandelt hat. Dieser Selbstschussapparat funktioniere mit Neun-Millimeter-Platzpatronen. Weil diese Falle jedoch gegen streng geschützte Maulwürfe eingesetzt wurde, was verboten ist, ermittele man. Bei demselben Grundstück hat es in jüngerer Vergangenheit bereits zwei Vergehen gegen Biber gegeben.

Region Heidenheim