Die Zahl der Fundtiere, die beim Tierheim Dreherhof in Aalen abgegeben werden, nimmt von Jahr zu Jahr zu. Im Laufe der Pandemie ist die Zahl der herrenlosen Tiere gestiegen. Zwischen 300 und 400 Fundtiere – vor allem Hasen, Katzen und Hunde – finden jährlich eine Heimat auf Zeit im Tierheim, wie Petra Albrecht, hauptamtliche Mitarbeiterin des Dreherhofs, der „Schwäbischen Post“ berichtet.

Betrieben wird das Tierheim vom gemeinnützigen Tierschutzverein Ostalb. Für die Unterbringung von Fundtieren, die an Menschen gewöhnt sind, tragen üblicherweise die Kommunen, auf deren Markung die Tiere gefunden werden, die Kosten. „Allerdings nur 28 Tage lang, danach müssen wir als Verein für die Kosten für Futter und anderes aufkommen“, sagt Albrecht.

Da der Verein gemeinnützig arbeitet, sei man auch auf Spenden angewiesen. Die Stadt Aalen hat im Jahr 2021 rund 17.000 Euro für die tierärztliche Versorgung und Unterbringung von Fundtieren aufgewendet, 2022 waren es bis Mitte Dezember 17.700 Euro.

Betreute Futterstellen

„Eine wildlebende Katze kann, sobald sie ein halbes Jahr alt ist, bis zu drei Mal im Jahr fünf bis sechs Kätzchen werfen“, so Albrecht. Damit bestehe die Gefahr, dass die Population überhandnehme. Deswegen sei es gut, dass es in Aalen engagierte Ehrenamtliche gebe, die Futterstellen für wildlebende Katzen einrichten, diese regelmäßig betreuen und gegebenenfalls diese Tiere auch für eine Sterilisation oder Kastration zum Tierarzt bringen.

Um dieses Engagement Ehrenamtlicher zu unterstützen, steht seit diesem Jahr im städtischen Haushalt ein Budget in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung. Damit unterstütze die Stadt erstmals finanziell die Kastration beziehungsweise Sterilisation von Streunerkatzen.

Kinderkliniken an der Belastungsgrenze

Schon seit Wochen arbeiten die Kinderkliniken in Süddeutschland an der Belastungsgrenze. Die baden-württembergischen Häuser haben sogar einen Brandbrief an die Landesregierung geschrieben, am Donnerstag fand der Fachgipfel Kindergesundheit statt. Den Brandbrief haben auch Fach- und Assistenzärzte der Kinderklinik in Ulm mit aufgesetzt. Wie ist die Situation im Haus am Michelsberg, wo der Ansturm schon vor drei Wochen ungewöhnlich groß war? „Die Lage ist angespannt“, sagt Klinikumssprecherin Nina Schnürer der „Südwest Presse“. „Wir behandeln eine ungewöhnlich hohe Zahl an Kindern mit schwer verlaufenden Infektionen, insbesondere RSV, aber auch Influenzafälle.“ Auffällig sei, dass viele Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren betroffen sind. Sprich: Auch die Grippewelle trifft heuer die Kleinen. Laut der Sprecherin stehen derzeit „nur sehr eingeschränkt und täglich wechselnd disponierbare Betten zur Verfügung“. Teilweise müssten Therapien verschoben werden. „Wir machen durch Entlassungen und gegebenenfalls auch Verlegungen Betten für die täglich erforderlichen Aufnahmen frei. Jedes Bett in der Kinderklinik wird genutzt und jedes freie Bett wird aktuell praktisch sofort wieder belegt.“

Hebammen wollen ein Geburtshaus gründen

In Ulm bot bis vor kurzem nur eine Hebamme Hausgeburten an; die Kreißsäle der kleineren Krankenhäuser der Region sind mittlerweile geschlossen. So bleiben als Alternative nur die Neu-Ulmer Donauklinik und die Frauenklinik der Uni Ulm.

Aber an der ist so viel los, dass von dort regelmäßig Hochschwangere an andere Krankenhäuser verlegt werden, weil alle Kreißsäle bis zum Anschlag belegt sind, Hebammen fehlen und der Betrieb an der Kapazitätsgrenze ist. Das berichtet die „Südwest Presse“.

Doch nun gibt es eine Initiative von knapp einem Dutzend Hebammen, die gemeinsam ein Geburtshaus gründen wollen: Dort können Frauen ihre Kinder ambulant zur Welt bringen, begleitet von ihrer vertrauten Hebamme. Ein Geburtshaus ist eine von den Krankenkassen anerkannte Einrichtung der außerklinischen Geburtshilfe, die von Hebammen geleitet wird. Kürzlich wurde der Förderverein Geburtshaus Ulm, Neu-Ulm, Alb-Donau gegründet. Momentan läuft die Eintragung ins Vereinsregister, und die Gründungsmitglieder hoffen auf regen Zuwachs.

Babys im Blubberwasser

Bis zu 300 Liter Wasser werden in die kleinen Becken gefüllt und auf 35 bis 37 Grad erhitzt – ohne Chlor, ohne irgendwelche Zusätze. Mithilfe eines Nackenrings treiben die Babys dann im warmen Blubberwasser vor sich hin und scheinen es zu genießen. Denn, so erklärt Nazmiye Kuruncu gegenüber der „Donau Zeitung“, es erinnere sie ein wenig an das Gefühl im Mutterleib. Die junge Frau hat sich einen Traum erfüllt und ihren eigenen Laden eröffnet. In Dillingen hat sie den ersten Mini-Baby-Spa gegründet, in der näheren Umgebung gibt es solch ein Angebot laut der Chefin nicht.

In ihrem kleinen Wellness-Tempel bietet sie unter anderem das sogenannte Baby-Floating an. Ab einem Alter von drei Wochen sind bei Nazmiye Kuruncu die kleinen Kundinnen und Kunden willkommen. Vor allem bei Bauchkrämpfen, Sodbrennen oder Schlafproblemen würde das Floating wahre Wunder bewirken. Der Fachbegriff lautet Hydrotherapie, sprich Heilbehandlung durch die gezielte Anwendung von Wasser. Neben dem Baby-Floating bietet die 36-Jährige auch Babymassagen an. Entweder sie zeigt den Eltern, wie es geht, oder übernimmt selbst die sanften Berührungen.

Grabstätten gen Mekka

Jüngst wurde das Thema Bestattungen für Muslime im Thannhauser Stadtrat diskutiert. Während Thannhausen noch nach einer Bestattungsmöglichkeit suchen muss, gibt es die bereits in Krumbach. In Thannhausen sind die Grabstätten nicht nach Südosten, also gen Mekka, ausgerichtet, und so muss dort erst einmal ein Gräberfeld geplant werden, das diese Richtungen zulässt. In Krumbach hingegen gibt es auf den Friedhöfen solche Grabstätten. Auf Nachfrage der „Günzburger Zeitung“ erklärte Thomas Mayer, der Leiter des Standes- und des Friedhofsamtes, dass sich Muslime dann von den freien Grabstätten gezielt solche aussuchen würden, wo eine Ausrichtung des Leichnams in Richtung Mekka möglich sei. Vereinzelt seien Menschen muslimischen Glaubens bereits in Krumbach bestattet worden. Dies sei allerdings vor dem Wegfall der Sargpflicht in Bayern gewesen. Sie seien also mit Sarg bestattet worden, so Mayer. Seit der gesetzlichen Lockerung, dass auch eine Bestattung im Leichentuch möglich sei, habe es keine solche in Krumbach gegeben. Im Thannhauser Stadtrat war das Thema auf die Tagesordnung genommen worden, weil die muslimische Gemeinde in Thannhausen sich mit dieser „Herzensangelegenheit“ ihrer Mitglieder per Brief an die Stadt gewandt hatte.

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