Die Zugstrecke zwischen Heidenheim und Königsbronn musste am Dienstagmittag voll gesperrt werden. Am Bahnübergang an der Uferstraße in der Nähe des Itzelberger Sees war es zu einem Unfall gekommen: Ein herannahender Zug ist mit einem Pkw kollidiert.

Wie die Polizei berichtet, haben Zeugen beobachtet, wie die Frau mit ihrem Ford kurz vor 15 Uhr von Königsbronn in Richtung Itzelberg fuhr. Am Bahnübergang an der Uferstraße waren die Halbschranken zu dieser Zeit geschlossen, weil ein Zug nahte. Die Frau fuhr jedoch um die Schranke herum auf den Übergang, so berichtet es die Polizei.

Der Lokführer erkannte dies, bremste und hupte, wie er später der Polizei schilderte. Doch die Fahrerin des Fords habe keine Reaktion gezeigt. Der Zug prallte gegen das Heck des Autos. Der Ford wurde gegen einen Mast geschleudert. Die Fahrerin erlitt schwere Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte die 75-Jährige ins Krankenhaus.

Im Zug blieben Lokführer, Zugbegleiter und die 23 Fahrgäste unverletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf insgesamt rund 25.000 Euro. Sie ermittelt jetzt, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.

Die Fahrgäste des Zugs wurden mit einem Bus von der Unfallstelle weggebracht. Wenngleich der Lokführer unverletzt geblieben war, musste nach dem Unfall auf das Eintreffen eines neuen Lokführers gewartet werden, der mit dem unbeschädigt gebliebenen Zug weiterfahren konnte.

Am Pkw entstand Totalschaden, er musste abgeschleppt werden. Im Einsatz waren 55 Einsatzkräfte der Feuerwehren Heidenheim und Königsbronn sowie der Rettungsdienst, die Polizei und die in solchen Fällen zuständige Bundespolizei.