Das Evangelische Freizeitheim in Ochsenberg ist seit Samstagabend Unterkunft für eine Gruppe von 20 Ukrainern mit Behinderung, die samt ihren Angehörigen angekommen sind. Sie kommen zum Teil aus den hart umkämpften Gebieten in der Ukraine: dem Donbass, aus Charkiv und verschiedenen anderen Orten. Sie wurden in der Stadt Luzk im Westen der Ukraine gesammelt und am Donnerstag mit Bussen an die polnische Grenze gefahren. Dort wurden sie von freiwilligen Fahrern aus Deutschland an der Grenze abgeholt. Als Reisebegleiter war Ihor Hutnyk aus der Ukraine dabei, der mit seiner Familie schon seit zwei Monaten im Pfarrhaus von Mergelstetten wohnt.

Empfang am Zielort

Am Ziel empfing der Königsbronner Hauptamtsleiter Joachim Ziller die Flüchtlinge. Von der Lebenshilfe Heidenheim/HWW kümmerte sich Johannes Räpple um die Neuankömmlinge. Zuvor hatten zahlreiche freiwillige Helfer in der rekordverdächtigen Zeit von nur zwei Wochen das barrierefreie Erdgeschoss für die Gruppe hergerichtet. Die Zimmer wurden gestrichen, der Speisesaal, der als Materiallager gedient hatte, ausgeräumt, es wurde eine Küchenzeile und ein Spülküche eingebaut. Nachdem Pfarrer Andreas Kammer aus Mergelstetten, der die Kontakte hergestellt hatte, coronabedingt ausgefallen war, übernahm Hausmeisterin Heike Höpfler allein die Koordination.

Die ersten zwei Wochen wird die Gruppe mit Mittagessen versorgt. Es ist geplant, dass Freiwillige der Ukrainehilfe Königsbronn Essen beim Metzger holen und ausgeben.Für die Gruppe werden noch ein großer Kühlschrank, eine Waschmaschine, eine Kaffeemaschine und große Töpfe gesucht. Kontakt: ak@overseas-training.org.