Die kleine Runde mit 19 Stationen und den übersichtlich gestalteten Informationstafeln startet am spätbarocken Rathaus mit seiner beeindruckenden Fassade. Dieses ehemalige Wirtshaus ist 1775 zu einem geräumigen Wohnhaus umgebaut worden. Bekannt war es als das „Blezinger Palais“, denn es war das Geburtshaus des geschäftstüchtigen Johann Georg Blezinger.

Die Runde führt dann unmittelbar zur restaurierten Hammerschmiede mit dem dort installierten Turbinenhaus. Schräg gegenüber, gleich hinter dem Pavillon, liegt das altehrwürdige Gasthaus zum Weißen Rössle mit einem einladenden Biergarten. Wendet man sich zurück in Richtung Klosterhof, kommt das schöne Fachwerkhaus der jetzigen Georg-Elser-Gedenkstätte in den Blick. Wertvolle zeitgeschichtliche Dokumente gewähren dort einen Einblick in das Leben des Widerstandkämpfers und die Hintergründe seines Attentats auf Adolf Hitler am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller in München. Weiter über eine kleine hölzerne Brücke führt der Pfad zur alten Pfisterei mit ihren schönen Gewölbedecken. Die Klosterschenke und das Königsbronner Kannenmuseum, das über die Kaffeekultur und Produktion von Porzellan informiert, sind hier untergebracht. Linker Hand führt der Weg zur Klostermauer, wo die alten, gusseisernen Epitaphien in neuem Glanz erstrahlen. Die Artefakte sind die größte Sammlung an gusseisernen Epitaphien in Deutschland.

Gleich nebenan befindet sich die heutige Klosterkirche, die im Jahr 1571 anstelle des zuvor zerstörten Klosters errichtet wurde. Von der ersten Klosterkirche sind noch Mauerreste erhalten.

Bevor es weiter Richtung Itzelberg geht, lohnt ein Blick auf das Torbogenhaus, das einst dem Herzog als Jagdschlösschen diente. Gleich daneben gibt es Infos zum historisch wertvollen Langen Haus, das ehrenamtliche Helfer in unzähligen freiwilligen Arbeitsstunden seit Oktober 2012 sanieren.

Dass die Bautrupps des Kulturvereins ordentlich und engagiert arbeiten, haben sie aber auch schon bei der Pfisterei und nun mit der Feilenschleiferei bewiesen. Dorthin führt der Pfad, wenn die Besucher den Weg entlang der Paul-Reusch-Straße bis zur Brenzstraße fortsetzen. Die alte Werkstatt mit ihrem von Ausbildern und Lehrlingen des Voith-Ausbildungszentrums restaurierten Wasserrad beeindruckt nun als Industriemuseum direkt an der Brenz.

Wer seinen Spaziergang zu einer Wanderung erweitern möchte, dreht noch eine Runde, entweder am Itzelberger See entlang oder über den Herwartstein, wo die alten Ruinen der einstigen Burg prachtvoll zur Geltung kommen. Auch auf der gegenüberliegenden Talseite am Pfefferursprung treffen die Besucher auf die alten Denkmäler der Industriegeschichte, die nun anhand der Thementafeln erlebbar wird.