Dank der Soforthilfe-Zuschüsse von Bund und Land kommt auch die Gemeinde Königsbronn heuer finanziell mit einem blauen Auge davon, denn die Auswirkungen der coronabedingten Mehrausgaben und Mindereinnahmen auf den Haushalt 2020 werden dadurch kräftig abgemildert. Dieses Fazit zog Kämmerer Dieter Cimander erleichtert anlässlich seines Zwischenberichts zum aktuellen Etat.

Habe die Gemeinde bis vor Kurzem noch ein sattes Minus in Höhe von 2,4 Millionen Euro befürchten müssen, verbleibe aufgrund der Kompensation von Ausfällen bei der Gewerbesteuer und des Finanzausgleichs ein noch vergleichsweise überschaubarer Einnahmeausfall in Höhe von rund einer halben Million Euro.

„Das Fahren auf Sicht hat sich ausgezahlt“, bilanzierte Cimander zufrieden. Dazu zählte insbesondere das vom Gemeinderat bereits im Frühjahr beschlossene Verschieben eigentlich geplanter Investitionen. Zudem wurden Ausgaben für weitere Vorhaben wie zum Beispiel die Sanierung des Fußgängerstegs über die Bahn zwischen Ortsdurchfahrt und Paul-Reusch-Straße mit einem Sperrvermerk versehen. Bereits begonnene Investitionen führte man jedoch weiter.

In Summe flossen dafür immerhin 3,5 Millionen Euro an Mitteln ab, was der Hälfte des heuer ursprünglich geplanten Investitionsvolumens entspricht. Hinzu kommt ein überplanmäßig zu verdauender Brocken von 1,93 Millionen Euro für Grunderwerb. Ansonsten, so Cimander, seien die Gemeindefinanzen im grünen Bereich, es gebe keine Deckungslücke.

„Das ist in diesem Ausnahmejahr sehr positiv zu sehen“, freute sich Bürgermeister Michael Stütz und auch der Gemeinderat spendete dem stark geforderten Kämmereiteam lebhaften Beifall für gute Arbeit unter erschwerten Bedingungen.