Königsbronn / Klaus-Dieter Kirschner Der ehemalige Kommunalpolitiker und hochdekorierte Feuerwehrmann starb mit 79.

Mit Karl Elser verliert Königsbronn nicht nur einen einsatzfreudigen Kommunalpolitiker und hochdekorierten Feuerwehrmann sondern auch einen, der über zehn Jahre hinweg Gäste als Fremdenführer durch die historische Brenztopfgemeinde führte. Er gilt als einer der Väter der Partnerschaft mit Reisseck (Kärnten). Mit großem Engagement hatte er nicht nur nach der Kommunalreform wesentlichen Anteil daran, dass die Feuerwehren aus verschiedenen Ortsteilen sich unter einem Dach der Feuerwehr Königsbronn versammelten. Von 1977 bis 1991 war Karl Elser Kommandant der Gesamtwehr. In seine Ära fiel 1980 an der Wiesenstraße der Neubau der Feuerwache. Hohe Ehrungen wurden Karl Elser sowohl seitens des Deutschen und des Landesfeuerwehrverbandes zuteil. Karl Elser verstand es wie kein anderer, für sein Königsbronn andere seines Alters zum ehrenamtlichen Dienst zu motivieren. So wurde zuletzt – unter Federführung des Kulturvereins – das Lange Haus wieder ansehnlich gemacht. Vorher war die Pfisterei eine Baustelle, bis das Dach saniert und das Kannenmuseum eröffnet werden konnte. Von 1975 bis 1999 saß Karl Elser für die Fraktion des Unabhängigen Wählerblocks im Gemeinderat, von 1994 bis 1999 war er zweiter Bürgermeister. Tapfer wurden turbulente Zeiten durchstanden, aber doch mit viel Einsatz der Konsens gesucht und mit dem Gespür für das Machbare große, kommunale Vorhaben auf den Weg gebracht.