Königsbronn / Catrin Weykopf Am Freitagabend stießen ein Reisebus und ein Kühltransporter auf der B 19 zwischen Aufhausen und Itzelberg frontal zusammen. Zwei Männer starben.

Auf der B 19 zwischen Aufhausen und dem Königsbronner Ortsteil Itzelberg kam es am Freitagabend gegen 17.45 Uhr zu einem folgenschweren Unfall. Dort waren ein Klein-Lkw und ein Reisebus zusammengestoßen. Bei dem Klein-Lkw handelt es sich um einen Kühltransporter eines Lebensmittel-Lieferdienstes. Der Fahrer des Reisebusses und der Fahrer des Klein-Lkw wurden bei dem Unfall getötet.

Wie die Polizei berichtet, war der Reisebus zuvor aus Königsbronn Richtung Heidenheim unterwegs gewesen. Von Aufhausen her kam der Klein-Lkw entgegen. Der 60-jährige Fahrer des Klein-Lkw geriet, so die ersten Erkenntnisse der Polizei, nach links und prallte in den Reisebus.

Der Zusammenstoß war so heftig, dass der Fahrer des Klein-Lkw und der 56 Jahre alte Fahrer des Reisebusses noch an der Unfallstelle starben.

Im Bus saßen Mitglieder einer Narrenzunft

Der Polizei zufolge wurden zwei Fahrgäste im Reisebus schwer verletzt, weitere 25 Passagiere seien vom Rettungsdienst behandelt worden, so die Polizei. 15 Personen seien leicht verletzt gewesen, hieß es später am Abend vonseiten des DRK.

Insgesamt waren 30 Fahrgäste im Bus. Bei den Fahrgästen handelt es sich um Mitglieder einer Narrenzunft aus Oberkochen, so die Auskunft der Polizei. Die Gruppe kam nach dem Unfall in einem zweiten Bus unter, der zufällig ohne Fahrgäste an den Unfallort gekommen war. In diesem zweiten Bus wurde die Gruppe von Mitgliedern des Rettungsdienstes auf mögliche Verletzungen untersucht und von Notfallseelsorgern betreut. Notfallseelsorger begleiteten zudem die Polizisten, die sich auf den schweren Weg zu den Angehörigen der Verstorbenen machten.

Großeinsatz von Rettungs- und Einsatzkräften

Insgesamt 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren bis in die späten Abendstunden an der Unfallstelle im Einsatz, so berichtet es Kreisfeuerwehrsprecher Michael Salwik. Der Unfallort befand sich an der langgezogenen Kurve zwischen Aufhausen und Itzelberg.

Der Unfall ereignete sich im Bereich der langgezogenen Kurve auf der B 19 zwischen Aufhausen und Itzelberg.
© Foto: Screenshot: Openstreetmap

Bei Ankunft der Rettungskräfte hatte sich die Lage zunächst als äußerst unübersichtlich dargestellt. Doch bereits kurz nach Eintreffen der ersten Kräfte wurden weitere Einsatzkräfte zu einem so genannten MANV, einem „Massenanfall von Verletzten“, nachalarmiert.

Den Einsatzkräften hatte sich bei der Ankunft zudem ein Trümmerfeld gezeigt. Die Ladung des Kühltransporters wurde durch den Zusammenstoß weiträumig verteilt. Das Fahrerhaus des Klein-Lkw wurde durch die Kollision vollständig zerstört.

Der Reisebus war von der Fahrbahn abgekommen und in einen Graben neben der Fahrbahn gerutscht.

Vor Ort waren die Feuerwehr aus Königsbronn, die Feuerwehr aus Heidenheim, der Rettungsdienst mit zahlreichen Fahrzeugen sowie mehrere DRK-Bereitschaften aus dem Landkreis Heidenheim.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die B 19 war mehrere Stunden voll gesperrt.

Polizei sucht Zeugen

In der Nacht auf Samstag wandte sich die Polizei später noch einmal mit einer Mitteilung an die Öffentlichkeit: Es würden Zeugen gesucht, die den Unfall beobachtet haben, da der Unfallhergang bisher nicht abschließend geklärt werden könne. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07321/97520 zu melden.

Youtube Tödlicher Unfall auf der B19: Königsbronner Feuerwehr-Kommandant zieht Bilanz