Königsbronn / Laura Strahl Das Interesse an der Kombination Luther/Tanz war groß. In der Klosterkirche blieb am Dienstag kein Platz unbesetzt.

Was Martin Luther wohl von argentinischem Tango gehalten hätte? Schwer zu sagen. Aus heutiger Sicht spricht aber ganz offenbar nichts gegen die Kombination Luther/Tango:

In der voll besetzten Klosterkirche reckten sich am Reformationstag die Köpfe mehrerer Hundert Kirchgänger nach Liane Schieferstein und Benedikt Krappmann.

Auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde zeigten die beiden Tänzer fünf Szenen aus dem Leben von Martin Luther und Katharina von Bora – von der Jugend bis zum Tod und passend zu den von Pfarrer Christoph Burgenmeister und Lena Bast gelesenen Texten. Musikalisch umrahmt wurde der ungewöhnliche Gottesdienst von Man Pfeiffer am Bandoneon, Sigrid Hug am Kontrabass und Manuela Nägele an der Orgel.

Man habe sich intensiv und lange auf die Veranstaltung zum 500. Jahrestag der Reformation vorbereitet, beschrieb Pfarrer Burgenmeister im Anschluss an die Mischung aus Geschichtsstunde, Theater und Gebet. Der Applaus lieferte nun die erhoffte Bestätigung: Die Mühe und die geleistete Überzeugungsarbeit haben sich gelohnt. Wiederholung nicht ausgeschlossen.