Königsbronn / Gerhard Stock Der Königsbronner Gemeinderat gab in erster Runde Arbeiten für rund 367 000 Euro in Auftrag.

Gerade mal sieben Minuten brauchte der Gemeinderat am Donnerstagabend für seine jüngste Sitzung. Den Vorsitz führte aufgrund urlaubsbedingter Abwesenheit des Bürgermeisters dessen Stellvertreter Engelbert Frey (SPD). Im Mittelpunkt des kompakten Abstimmungsreigens stand die Vergabe von Aufträgen im Gesamtumfang von rund 367 000 Euro für den Neubau des Kindergartens.

Abbruch für 107 000 Euro

Den Abbruch des alten Paul-Reusch-Kindergartens wird demnach die Firma Kling aus Ellenberg für rund 107 000 Euro bewerkstelligen. Abgerissen wird das 1928 errichtete Gebäude laut Ortsbaumeister Jörg Bielke ab Anfang März.

Vor unbedachter Entsorgung bewahrt werden soll das außen an der Fassade angebrachte eherne Schild, das an den Stifter Paul Reusch erinnert. Bevor der Abrissbagger anrückt, sollen weitere noch gut erhaltene und brauchbare Gegenstände in Sicherheit gebracht werden.

Durch rechtzeitige Bekanntgabe des genauen Abrisstermins will die Verwaltung zudem noch die Chance für Erinnerungsfotos geben – und dies gerne. Daran, so Bielke schmunzelnd, gebe es ein großes Interesse seitens der Königsbronner Bürgerschaft.

Kosten bisher im Rahmen

Noch in der Prüfung befinden sich die von vier Firmen eingereichten Angebote für den Rohbau der neuen Betreuungseinrichtung. Bereits vergeben werden konnte dagegen die Lieferung und Montage des Aufzugs, und zwar an die Stuttgarter Firma Haushahn für rund 39 000 Euro.

An die Dischinger Firma Aufheimer als jeweils günstigste Bieterin gingen dann sowohl die Heizungsarbeiten (139 340 Euro) wie auch die Sanitärarbeiten (rund 81 500 Euro). Gerne erinnerte man sich am Ratstisch dabei auch an die gute Zusammenarbeit mit Aufheimer anlässlich der Generalsanierung der Georg-Elser-Schule. Alle bisher vergebenen Aufträge liegen dem Ortsbaumeister zufolge im Rahmen der Kostenschätzung des Architekten.

Um sehr viel mehr Geld wird es bei der nächsten Vergaberunde in der Gemeinderatssitzung am 21. Februar gehen, stehen dann doch nicht weniger als 13 Gewerke zur Erörterung und Vergabe-Entscheidung an. Hierzu, so Ortsbaumeister Jörg Bielke, erwarte man auch den Architekten. Die Submission (Angebotsabgabe) erfolge bereits am kommenden Montag.