Itzelberg / hz Leserbrief zur finanziellen Situation bei Rentnern

Die Ankündigung, Rentner müssen sich auf magere Jahre einstellen, lässt heute schon viele Rentner in Existenzangst kommen. Natürlich gibt es für 2020 eine Rentenerhöhung von 3,45 Prozent West und 4,2 Prozent Ost doch dann erfolgt laut Experten eine Nullnummer. Wie oft danach, fraglich.

Was bleibt den Rentnern nach der Rentenerhöhung? Hat sich nicht schon Alles im Vorfeld verteuert? Die Mietpreise steigen, die Preise für Lebensmittel sind gestiegen, bei Wasser- und Abwasser wurden die Preise angepasst und der Strompreis, nachdem wir in Deutschland fast den höchsten Strompreis in Europa haben, wurde ebenfalls erhöht.

Man könnte noch viele Erhöhungen der Preise ins Feld führen, muss aber auch eingestehen, etliche Dinge sind auch billiger geworden. Die Öl- und Benzinpreise befinden sich gerade in der Zeit vor 6-8 Jahren.

Nun, was bleibt von der Rentenerhöhung übrig? Die von unserer Bundesregierung geforderte Schwarze oder Rote Null vom Haushaltsplan her? Für das Finanz-ministerium der Bunderepublik Deutschland immer Schwarze Zahlen, denn viele Rentner sind oder werden zur Einkommensteuer veranlagt. 45 Jahre gearbeitet, jede Mark bzw. jeden Euro vom Lohn oder Gehalt versteuert und dann bei der Rente wird nochmals das Steuersäcklein hin- bzw. aufgehalten – traurig.

Seit einiger Zeit wird über die Grundrente gesprochen, ich betone gesprochen, wurde aber in der Zwischenzeit wieder verschoben. Wo sollen jetzt in der schwierigen Zeit mit der Corona-Krise, Kurzarbeit usw. die Millionen für die Rentenkasse herkommen? Hier kann, muss aber nicht sein, unser Rentensystem an ihre Grenzen stoßen. Ein gutes Beispiel bietet Österreich.

Alle, aber auch Alle, zahlen in die Rentenkasse ein und siehe da, hier liegt das Rentenniveau um ca. 50 Prozent höher wie bei uns. Ganz zu schweigen von einer 13 oder 14 Rentenmonatsauszahlung. Hier sieht man, was mit einem guten Willen, einem sinnvollen Konzept alle an einem Strang ziehen und dessen Umsetzung, erfolgreich gemacht werden kann.

Ich kann mir nur wünschen, das unsere maßgeblichen Damen und Herren auch bald mit diesen Gedanken ausgestattet sind und zur Umsetzung schreiten.

Rudolf Eberl, Itzelberg