Die Autorin des Artikels über den Fahrradschutzstreifen auf der Königsbronner Hoppeleshalde hat ein paar fragwürdige Aussagen in ihrem Artikel gemacht: 1. Der Fahrradschutzstreifen ist nicht "beidseitig" auf der Straße markiert. Vielmehr ist er in Aufwärtsrichtung mit der gestrichelten Linie markiert, abwärts sind nur Fahrradsymbole mit Pfeil auf der Straße, damit sich auch Radler im Zweifelsfall an das Rechtsfahrgebot halten. Abwärts gibt es keinen Schutzstreifen. Das zeigt das Bild zum Artikel eindeutig.

Mindestabstand immer nötig

2. Wenn man auf dieser Straße einen Radfahrer mit dem Auto überholt, muss man nach StVO sowieso mindestens 1,5 Meter Seitenabstand vom Radler halten. Auch ohne Schutzstreifen ist man damit teilweise auf der Gegenfahrbahn, kann also Radler eh nicht überholen, solange die Straße unübersichtlich ist. Der Streifen verändert diese Überholsituation nicht, aber er erinnert die Autofahrer daran, dass sie genügend Abstand halten müssen bzw. an unübersichtlichen Stellen eben nicht überholen dürfen.

Fahrer ist schuld, nicht der Schutzstreifen

3. Solange kein Radler auf dem Streifen zu sehen ist, dürfen Kfz mit der nötigen Vorsicht mit den rechten Rädern im Schutzstreifen fahren. Es gibt einige Autofahrer, die das nicht beachten. Die fahren auch ohne Radler mitten auf der Straße und zwingen den entgegen kommenden Abwärtsverkehr zu Notbremsungen. Das ist ein Fehler dieser Fahrer, nicht des Schutzstreifens. Die Busfahrer der Linie 41 machen das vorbildlich. Vielleicht kommt die Einstufung des Schutzstreifens als "Schildbürgerstreich" aus dieser Unkenntnis?

Werner Glatzle, Zang