Königsbronn / HZ Leserbrief zum Ablauf der Corona-Tests im Landkreis Heidenheim.

Am Donnerstag erschien ein Bericht über eine Corona erkrankte Frau, die die Betreuung über das Gesundheitsamt in höchsten Tönen lobte. Diese Erfahrung konnten wir leider nicht machen. Wir sind am 15. März vom Skiurlaub aus Frankreich zurückgekehrt. Da wir Erkältungssymptome hatten, riet unser Hausarzt, einen Corona-Test zu machen. Damit begann das Drama.

Wir versuchten unter der in der Zeitung angegebenen Nummer Kontakt mit dem Landratsamt zu bekommen. Nach einem Tag, immer wieder in endlosen Warteschleifen, bekamen wir am nächsten Morgen jemand an die Leitung. Dieser fragte nach unseren Beschwerden, konnte uns jedoch keinen Termin für eine Untersuchung geben, sondern verwies uns an das Rote Kreuz oder das Gesundheitsamt. Die vom Gesundheitsamt angegebene Nummer war dann entweder belegt oder Teilnehmer war nicht anwesend.

Erfreulicherweise erhielten wir nachmittags einen Rückruf mit einem Termin für die Untersuchung. Dieser war am späten Abend und verlief zügig. Seit fünf! Tagen warten wir nun auf das Ergebnis des Tests. Besonders nervig war die in der Warteschleife angebotene Konservenmusik! Warum kann diese nicht abgeschaltet werden? Man könnte dann wenigsten etwas arbeiten oder Lesen.

Und warum können nicht mehr Rufnummern angeboten werden? Das Landratsamt ist zur Zeit für den Publikumsverkehr gesperrt, sodass viele Rufnummern nicht benötigtwerden. Die entsprechenden Dienststellen könnten nach kurzen Einschulung die Anrufe entgegennehmen.

Hierfür bedarf es keines medizinischen Fachpersonals. Sehr hilfreich wäre ein Mailkontakt. Der Ratsuchende erspart sich die lästige Warterei in der Warteschlange, die Sachbearbeiter können die Anfragen in Ruhe abarbeiten.

Dr. Klaus Prinz, Königsbronn