Zum wiederholten Mal innerhalb eins Jahres wurde die Skisprungschanze in Königsbronn zum Ziel blinder Zerstörungswut. Zerstörte Umkleidecontainer, ein komplett beschädigtes Materialhaus und rausgerissene Matten waren das Resultat der Verwüstung im Frühjahr dieses Jahres.

Mit viel Einsatz Schanze wieder auf Vordermannn gebracht

In ehrenamtlichem Arbeitseinsatz, der über Wochen mit sehr vielen engagierten Menschen unter hoher Einsatzbereitschaft und auch mit erheblichem finanziellem Aufwand stattfand, konnte die Schanze wieder auf Vordermann gebracht werden. Die Kinder konnten endlich wieder ihrem Sport nachgehen.

Nun vor wenigen Tagen eine erneute Verwüstung. Mit einem PKW wurde über die frisch renovierte Mattenbahn gefahren, zahlreiche dieser filigranen teuren Matten wurden wieder mutwillig zerstört. Wer macht so was?

Abgründe bei Verhaltensauffälligkeiten

Bei der Ursachenforschung für diesen Vandalismus muss man tiefer blicken; das heißt regelrecht hinabsteigen zu den Abgründen jener Verhaltensauffälligkeiten der entsprechenden Klientel. Die Ursprünge hierfür mögen vielfältig sein. Unterschiedliche persönliche Lebensumstände, mangelnde gesellschaftliche Akzeptanz oder andere soziale Härtefälle mit einhergehender Gruppendynamik mögen einige Beweggründe sein. Über allem schwebt jedoch letztendlich das „Erwachsenen“-Versagen, welches geprägt ist durch ungenügende Vorbildfunktion von Disziplin, Rücksichtnahme gegenüber Menschen, gegenüber Eigentum Anderer, Natur und sozialer Mitverantwortung. Zum Glück gibt es mittlerweile winzig, kleine, fast unsichtbare Webcams. Hoffentlich kommen diese auch hier zum Einsatz und führen dazu, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren

Vandalismus ist bei weitem kein Kavaliersdelikt. Wer rechtswidrig fremde Sachen beschädigt und zerstört, wird mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren bestraft. Es gilt weiterhin, nicht wegzuschauen, sondern Augen und Ohren aufzumachen und bei Bedarf Hilfe zu rufen, irgendjemand sieht immer zu. In diesem Sinne, passt aufeinander auf!

Anke Rommel, Schwäbisch Gmünd