Bei den Zuständigen der Leader-Aktionsgruppe Brenzregion sind die Mitglieder des Königsbronner Kulturvereins längst keine Unbekannten mehr. Auch das neuste, nun fertiggestellte „Baby“ der rührigen Truppe um den Vereinsvorsitzenden Ulrich Knöller wurde aus dem Leader-Fördertopf mitfinanziert. Jetzt übergab Geschäftsstellenleiter Markus Söhnlein offiziell die Leader-Plakette an den Verein.

Neuer Zugang, neuer Zaun

Innerhalb eines Jahres wurde der Außenbereich des historischen Flammofengebäudes weitestgehend in Eigenleistung und mit Hilfe des Bauhofs neu gestaltet. Aus der holprigen Zufahrt ist ein behindertengerechter Zugang geworden. Der zwei Meter hohe, alte Zaun, der die Sicht von der Frauentalstraße auf das Gebäude versperrt hatte, wurde durch einen neuen, niedrigeren Zaun ersetzt. Das Holz dafür bekam der Kulturverein von Forst-BW, die alten Eisenstreben durften bleiben und wurden nur etwas gekürzt.

Eigentlicher Blickfang auf dem Gelände sind nun aber der historische Stück- und der Rennofen. Mit der Schmelztechnik des Rennofens haben schon die Kelten Eisen verhüttet. Dann kam dann die Weiterentwicklung des Stückofens, aus dem später dann der Flammofen wurde, wie er heute im historischen Gebäude zu sehen ist. Der Kulturverein will mit den voll funktionsfähigen Öfen die Industriegeschichte und die Geschichte der Eisenverhüttung in Königsbronn weiter erlebbar machen.

„Bedient alle Interessen von Leader“

Um die wiederum von den Mitgliedern des Kulturvereins selbst gebauten Öfen richtig zur Geltung kommen zu lassen, wurde im Zuge der Umgestaltung auch eine erhöhte Präsentationsfläche gebaut.

Bei der Übergabe der Plakette am Freitag zeigte sich der Leader-Geschäftsstellenleiter Markus Söhnlein sehr zufrieden mit dem Ergebnis: „Es wird nicht nur Industrie-, sondern auch Kulturgeschichte dokumentiert. Das Projekt bedient deshalb auch alle Interessen von Leader.“ 20.000 Euro haben laut dem Kulturvereinsvorsitzenden Knöller die Arbeiten insgesamt gekostet. 12.000 Euro kamen aus dem Leader-Topf.

Auf die Frage, was denn nun nach Fertigstellung dieses Vorhabens das nächste Projekt des Kulturvereins sein würde, grinst Knöller. „Wir haben da schon noch einiges im Hinterkopf.“ Mehr verraten will er noch nicht.

Königsbronn