Königsbronn / Holger Scheerer Ein 200 Jahre alter Handkran, eine Schmiedehütte und und und. Auch in Königsbronn wurde beim Denkmaltag Neues präsentiert.

Historische Kostbarkeiten noch und nöcher: Für die Besucher gab's bei herrlichem Spätsommerwetter einige Neuerungen zu besichtigen. So nahm etwa Kulturvereinsvorsitzender Ullrich Knöller voller Stolz den frisch restaurierten Eichenholzkran im Flammofengebäude auf dem Gelände der Schwäbischen Hüttenwerke in Betrieb.

Der rund 200 Jahre alte Handkran wurde von Voith-Lehrlingen unter Leitung von Michael Richter in mühevoller Kleinarbeit instand gesetzt. Jetzt kann mit dem direkt an der Giesgrube installierten Kran eine Last von bis zu 100 Zentnern scheinbar mühelos bewegt werden – und das Flammofengebäude wird vom Landesdenkmalamt zu den zehn bedeutendsten Industriedenkmälern gerechnet.

Auch in der Alten Pfisterei gab es Neues zu entdecken. So erstrahlt die Haupttreppe nunmehr in neuem, genauer gesagt in neuem altem Glanz. Denn das Bauteam unter der Leitung von Zimmermeister Joachim Wötzel hatte vom Landesdenkmalamt genaue Auflagen bekommen, wie die Treppe in historisch korrektem Sinne zu restaurieren sei. Die Schwellen der alten Treppe waren an den Kanten bereits so abgenutzt, dass Rutschgefahr herrschte.

Im Kannenmuseum gab es eine mit Unterstützung der Porzellanmanufaktur Rosenthal eingerichtete Sonderausstellung anlässlich des 100. Jubiläums der Porzellanserie Maria zu sehen. Emsiges Treiben herrschte auch rund um die Feilenschleiferei.

Hier wurde eine Schmiedehütte in Betrieb genommen. Und zwar von Jürgen Rainer Schmid, einem echten Schmiedemeister. Er bleibt dauerhaft am Ort und wird sich die Hütte als Werkstatt einrichten. Unter dem Namen „Freie Lehrschmiede Königsbronn“ will er Laien ins Schmiedehandwerk einführen.