Am 8. November vor 82 Jahren wollte Georg Elser mit seinem Attentat auf Adolf Hitler den Krieg bzw. ein noch größeres Blutvergießen verhindern. Er war – wie kein anderer - so nah daran, den Lauf der Welt entscheidend zu ändern. Bundesweit fanden an diesem Tag zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.

So wurde in Hamburg ein Platz Georg Elser gewidmet. Und auch andernorts wurde an den Königsbronner Widerstandskämpfer gedacht. Heidenheim, wo die große geschichtliche Aufarbeitung begann, erinnert jährlich mit einer Gedenkveranstaltung an Elser. Der Gedenkstein in den Georg-Elser-Anlagen war 1971 das erste Denkmal der Republik für ihn.

In Konstanz wurde Elser am Attentatstag 1939 von Zollbeamten verhaftet. Das Hauptzollamt Singen, zuständig auch für den Konstanzer Zollbezirk, gedachte auf besondere Weise. Gemeinsam mit der Stadt Singen und dem DGB Südbaden organisierte es eine mehrtägige Fortbildungsveranstaltung für Auszubildende. Joachim Ziller, Leiter der Königsbronner Gedenkstätte, brachte den Jugendlichen in einem Workshop die Tat Elsers und seine Motive näher. Nach einem anschließenden Stadtrundgang auf den Spuren von Elser in Konstanz erinnerte die stellvertretende Leiterin des Hauptzollamts, Regierungsdirektorin Bertine Geyer, an Georg Elser und legte am Ort der Festnahme einen Kranz nieder.

Erfolgreiche Aufführungen

Die zwischenzeitlich bundesweit mehrfach aufgeführte Collage aus Verhörprotokollen und Musik „Georg Elser – Allein gegen Hitler“ konnte auch in Göppingen und Langenau überzeugen. Klaus-Peter Preußger als Elser, Engelbert Frey als vernehmender Beamter und Joachim Ziller als Sprecher zitieren aus den Protokollen, kommentieren und ordnen in die Zeit ein. Der Hitler-Attentäter wird nicht nur als Held, sondern als Mensch gezeigt, der aus Überzeugung handelte. Gerade die menschliche Seite mit dem dazu notwendigen emotionalen Tiefgang kann die Musik von „freywolf“ sehr anrührend bieten.