Königsbronn / Hartmut Pflanz An Christi Himmelfahrt wird in Königsbronn das Industriedenkmal Flammofen eingeweiht. Ehrenamtliche haben mehr als ein Jahr an der Restaurierung des Gebäudes und an der Ausstellung gearbeitet.

Seit März 2018 sind bis auf wenige Ausnahmen jeden Samstag sechs bis zehn Ehrenamtliche Schaffer im Flammofen anzutreffen. Unermüdlich haben sie an der Restaurierung des Gebäudes gearbeitet und dabei auch so manche Überraschung erlebt.

Bereits im Februar 2017 war eine größere Delegation des Landesdenkmalamtes vor Ort, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bei den Vorbereitungen zu diesem Treffen wurde eine bisher verschlossene Tür geöffnet. Überraschend für alle, dass sich hinter der Tür ein kleines Labor befand, in dem Zustand, wie es vor vielen Jahrzehnten verlassen wurde.

Nach Klärung aller Details konnten die Arbeiten am Industriedenkmal beginnen. Die zum Teil zugefüllte Gießgrube musste wieder freigelegt und mit einem Geländer versehen werden. Eine besondere Herausforderung für das Team war es, den Jahrhunderte alten Staub, der überall im Gebäude war, zu entfernen.

Verglast, verfugt, verputzt

86 zerbrochene Fensterscheiben mussten ausgeglast, die neuen Scheiben zugeschnitten, eingekittet und die Rahmen gestrichen werden. An vielen Stellen mussten der Putz erneuert und die Natursteine neu verfugt werden.

Unterstützung bekam das Team von Auszubildenden der Firma Voith und ihrem Ausbilder Michael Richter. Ihre Aufgabe war es, den Kran wieder funktionsfähig zu machen. Eine weitere Herausforderung war der Ausbau der nicht mehr gängigen Kaminklappen in luftiger Höhe. Nach der Überarbeitung durch die Auszubildenden wurden die Klappen wieder in den Kamin eingebaut. Um die neu installierte Medientechnik vor Staub zu schützen, mussten 22 Kubikmeter schwarz eingefärbter Beton auf dem Boden aufgebracht werden.

Auf Podesten werden nun Glocken, Kanonen, Öfen, Brunnen, Walzen, Schrauben und vieles mehr aus der Produktpalette vieler Jahrhunderte zu sehen sein.

Die neue Beleuchtung sowie die Projektionswand setzten neue Akzente. Im Nebenraum werden die Rohstoffe wie Erze und Brennstoffe gelagert. Auch das erst jetzt entdeckte Labor wird aus diesem Raum heraus zu sehen sein.

Mehrere Führungen am Nachmittag

Am Donnerstag, 30. Mai, werden von 13 bis 16 Uhr stündliche Führungen im Flammofen, Kannenmuseum und in der Feilenschleiferei angeboten. Weitere Führungen gibt es um 14 und 16 Uhr im Kloster. Ab 14 Uhr werden die Gäste am Pfefferursprung bewirtet. hp