Wie der Wissenschafts-Praxis-Transfer in die Region gelingen kann, zeigten Studierende der Dualen Hochschule Heidenheim (DHBW) des Studiengangs BWL – Marketing Management. In nur zwei Monaten entwarfen je zwei Teams ein komplettes Marketingkonzept für die Königsbronner Feuerwehr und zwei weitere ein Konzept für die Gestaltung und Bekanntmachung eines Jugendportals des Landkreises Heidenheim inklusive Video. Die Studierenden des sechsten Semesters setzten die Inhalte aus den Fächern „Ganzheitliche Kommunikation“ sowie „Videodesign“ in ein Kommunikationskonzept um. Jede der Gruppen versuchte dabei, die individuellen Vorgaben ihrer Auftraggeber möglichst exakt umzusetzen.

Vorgabe des Landratsamts war es, relevante Informationen aus Freizeit und Bildung für Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren auf einer digitalen Plattform zielgruppengerecht zu präsentieren und dabei ein für Jugendliche attraktives Image zu entwickeln. Die Barrierefreiheit im Netz war zu beachten, damit die Plattform für alle zugänglich wird. Die Studierendenteams entwickelten zwei Ideen, einmal das Heidenheim Youth Portal Education, kurz „Hype“ und einmal das Jugendportal „Young Heidenheim“.

„Wir haben nun wirklich die Qual der Wahl, beide Konzepte haben uns überzeugt“, sagte Bildungskoordinatorin Eveline Gottschalk vom Landratsamt. Sie wird sich nun mit ihrer Kollegin austauschen und sich dann für eines der beiden präsentierten Konzepte entscheiden müssen.

Ergebnisse für Königsbronn

Auch die Königsbronner Feuerwehr war mit den Ergebnissen beider Teams sehr zufrieden. Wie viele andere Vereine auch kämpft die Königsbronner Wehr momentan mit Nachwuchsproblemen. Deshalb hatten die Studierendenteams hier die Aufgabe, Werbemaßnahmen zur Ansprache neuer Mitglieder zu gestalten. Eine Gruppe stellte ein umfassendes Konzept vom neuen Logo über ein Facelift der Website bis hin zum Pulling-Contest-Event vor. Auch ein Belohnungssystem für bestehende Mitglieder wurde angedacht. Das zweite Studierendenteam präsentierte die Werbekampagne „Worauf wartest du“ mit Fotos von Feuerwehrmännern und -frauen der Königsbronner Feuerwehr und zeigte Werbemaßnahmen, die direkt vor Ort einsetzbar sind.

„Die Studierenden haben unsere Probleme erkannt und gute Lösungen herausgearbeitet. Die Zusammenarbeit mit beiden Gruppen hat viel Spaß gemacht, und wir können uns nun die Rosinen rauspicken“, sagte Matthias Müller, Kommandant der Königsbronner Feuerwehr.

Auch Studiengangsleiter Prof. Dr. Michael Froböse war nach der Abschlusspräsentation sehr zufrieden mit den Resultaten und sagte zum Abschluss: „Ich bin schon ein bisschen stolz auf meine Studierenden.“