Königsbronn / HZ In Itzelberg ist am Freitagnachmittag ein Dach eines Hauses, das in der Nähe der Bahngleise steht, in Flammen aufgegangen. Die Brenzbahn war zwischen Schnaitheim und Oberkochen mehr als eine Stunde gesperrt.

Beim Brand eines Einfamilienhauses im Königsbronner Teilort Itzelberg ist am Freitagnachmittag Sachschaden in Höhe von mehreren 100.000 Euro, möglicherweise bis zu einer halben Million entstanden. Verletzte gab es keine, weder durch Feuer noch durch Rauch oder sonstige Gefahren.

Weil für das Löschwasser Schläuche über die Gleise des Bahnübergangs Stürzelweg gelegt werden mussten, war auch die Bahn betroffen – was im dicht besetzten Feierabendverkehr für erheblichen Ärger bei Reisenden sorgte. Auf dem Bahnhof in Heidenheim beispielsweise stauten sich nachmittags vorübergehend schätzungsweise 250 Personen, die ersatzweise versuchten, mit Bussen weiter zu kommen. Um 15.20 Uhr war der Bahnverkehr gestoppt und um 16.55 Uhr dann offiziell wieder aufgenommen worden.

Auf HZ-Anfrage hin hieß es dazu seitens der Bahn aus Berlin, dass diese Sperrung auf Anordnung der Behörden erfolgte. Aufgrund dessen hätten die Regionalexpress-Züge vorzeitig in Königsbronn und Schnaitheim wenden müssen, so dass man insgesamt sechs „Teilausfälle“ zu verzeichnen habe. Die betroffenen Reisenden, zu deren Gesamtzahl man keine Angaben machen könne, habe man auf Linienbusse mit abgestimmten Fahrzeiten verweisen können.

Wegen eines „Küchenbrandes“ in Itzelberg wurde um 15 Uhr bei der Polizei Alarm geschlagen, doch schon dabei hieß es, dass sich im Gebäude niemand mehr aufhalte. Die Besitzerin, eine ältere Frau, und ein Untermieter hatten das Haus rechtzeitig verlassen können und wurden in sicherer Entfernung betreut.

Für die Feuerwehr bedeutete der Brand in der Griesäckerstraße einen Großeinsatz mit allen Abteilungen. Insgesamt etwa 40 Einsatzkräfte aus Königsbronn, Zang, Ochsenberg und Itzelberg waren vor Ort und hatten eine Menge zu tun. Von der Küche aus hatte das offenbar durch überhitztes Fett ausgelöste Feuer sehr schnell ins Dachgeschoss durchgeschlagen, verbunden mit Stichflammen und dichter Rauchentwicklung. Vier mit Atemschutzgeräten ausgestattete Trupps wechselten sich bei der Überprüfung der Gegebenheiten im total verrauchten Gebäude ab. Dabei bestätigte sich, dass niemand mehr drin war.

Weil das Haus auf der südlich ausgerichteten Dachfläche mit Paneelen einer Solaranlage bestückt ist, musste die Brandbekämpfung mit reichlich Löschwasser vor allem auch vom Tunnelweg aus, also von Norden her erfolgen. Um Probleme mit Elektrizität zu vermeiden, wurde in dem Bereich vorsorglich der Strom abgestellt. Gut gebrauchen konnten die Feuerwehrleute vor Ort auch die Dienste der Drehleiter von Heidenheim.

Derweil säumten auch nicht wenige besorgte Nachbarn die Straßen. Nach etwa 50 Minuten jedoch war das Feuer bereits unter Kontrolle und nach weiteren 40 Minuten auch weitgehend gelöscht. Aufgrund der Holzbauweise des Hauses, erforderten diverse Glutnester jedoch weiterhin Aufmerksamkeit.

Insgesamt etwa zehn Einsatzfahrzeuge waren vor Ort, die meisten von der Feuerwehr, aber auch DRK, Notarzt, Rettungswagen, Polizei. Auch der Notfallmanager der Bahn wurde gesichtet.