Fährt man von Itzelberg nach Ochsenberg und schaut kurz vor dem Ortseingang rechts zur Abzweigung, die zum ehemaligen Munitionsdepot und in Richtung Windpark führt, sieht man dort neuerdings Veränderungen. Schotter, Humus und sechzig Tonnen Stein wurden hier zu einem imposanten Bauwerk verarbeitet, das sich als knapp zweieinhalb Meter hohe und rund dreißig Quadratmeter große Mauer aus Naturstein mit eingebauter Treppe und Sitzgruppe darstellt. Auch der nahegelegene Wanderparkplatz wurde um sechs Stellplätze vergrößert und mit einem Fußweg vom Parkplatz zur Steinmauer verbunden.

Straße musste umgebaut werden

Dem Revierleiter von Forst BW, Jörg Weiler, zufolge handelt es sich bei der Mauer um ein Gemeinschaftsprojekt von EnBW, Forst BW und der Gemeinde Königsbronn. Den Startschuss für dieses Projekt gab vor zwei Jahren der Beschluss, im nördlichen Teil des im Ochsenberger Wald angesiedelten Solarparks ein weiteres Windrad zu errichten. Dort, wo früher die Bunker des ehemaligen Munitionsdepots standen, besteht schon seit Jahren ein rund 30 Hektar großer Solarpark. Nördlich daran anschließend fand sich ein geeigneter Bauplatz für ein weiteres Windrad. Die Zufahrt zum ehemaligen Munitionsdepot ist breit und gut ausgebaut und bot sich deshalb für den Transport der über sechzig Meter langen Einzelteile des neuesten Riesenwindrads der Firma Enercon an.

Damit der Transport des Windrads funktionieren konnte, seien noch im vergangenen Jahr Bauarbeiten nötig gewesen, so Weiler. So musste etwa eine Verkehrsinsel inmitten der Straße entfernt und eine zweite ausgekoffert und geschottert werden, damit die Schwertransporter von der Straße von Itzelberg nach Ochsenberg in den Weg zum Solarpark abbiegen konnten.

Dauerhafte Umgestaltung

Um den Vorgaben der Verkehrsbehörde des Landratsamts gerecht zu werden, die verschiedene Maßnahmen beim Rückbau verlangte, waren nach Aufbau und Inbetriebnahme des Windrades im Januar diesen Jahres weitere Baumaßnahmen nötig. Für eventuelle Windradrevisionen legte EnBW die vorübergehend umgestaltete Abzweigung dauerhaft an und plante, an der besagten Kreuzung eine Hangbefestigung zu installieren.

Mauer aus Steinquadern

In enger Zusammenarbeit aller Beteiligten habe man sich darauf geeinigt, statt einer einfachen Hangbefestigung mit einer Geotextilplane eine Mauer aus Steinquadern zu errichten, so Weiler, der das Projekt betreute. Auf der Steinmauer mit Treppenzugang, die durch EnBW finanziert wurde, installierte Forst BW eine Sitzgruppe und finanzierte die Vergrößerung des Wanderparkplatzes. Den Fußweg vom Parkplatz zur Steinmauer hat die Gemeinde Königsbronn beigesteuert. Die Sitzgruppe wurde in der Schreinerei des forstlichen Maschinenbetriebs in Ochsenberg gefertigt.