Über kurz oder lang wird auf der Hermaringer Ortsdurchfahrt nur 30, maximal   40 Stundenkilometer angesagt sein. Die Gemeinde hat sich für ein entsprechendes Modellprojekt beworben und auch die  Zusage dafür erhalten.

Für die Bewerbung wurde ein Verkehrskonzept erstellt, das auch Empfehlungen für den Radverkehr enthält. Und man hofft natürlich auf Zuschüsse für das Vorhaben, das allerdings derzeit stockt. Um den Modellversuch zu starten, muss eine entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung vorgenommen werden. Bis die neue Regierung einen solchen Beschluss fasst, könnte es allerdings noch dauern.

In Hermaringen will man  die Zeit nun dafür nutzen, ein Radwege-Konzept zu erstellen. Die Verwaltung erklärte dazu in der Sitzung des Gemeinderates, dass die Erfahrung zeige, dass bei Förderungen immer häufiger eine Gesamtkonzeption eines  Projektes gefordert werde. Die  Radwegeplanung  soll nun Mängel erfassen, aber auch Maßnahmen aufzeigen, mit denen man die Situation für Radler verbessern könnte. Das können beispielsweise Schutzstreifen oder auch   Querungshilfen.

Michael Gauger fand die Idee gut,  auch um sinnvolle Gesamtlösungen zu schaffen. Es sei immer ärgerlich, wenn ein Radweg plötzlich im Nirgendwo ende.

Stefan Czichon bat darum zu beachten, dass im nächsten Jahr die Sanierung der Heusteigstraße geplant sei. Da sollte auch gleich  eine entsprechende Planung für einen Radweg mit einbezogen werden.

Welche Wünsche die Bürger haben, soll ebenfalls in das Konzept einfließen. Bürgermeister Jürgen Mailänder betonte, dass ihm eine Öffentlichkeitsbeteiligung wichtig ist, die über das Projekt „Hermaringen- fit für die Zukunft“ laufen könnte.

Die Erstellung der Radwegekonzeption wurde zum Preis von knapp 27 000 Euro an die Bernard-Gruppe Aalen vergeben. Das Land beteiligt sich an den Kosten mit einer 50prozentigen Förderung.