Keine schöne Überraschung für Lehrer, Schüler und Eltern: Am späten Freitagabend wurde die Gemeinde Hermaringen über einen Corona-Fall an der Rudolf-Magenau-Schule informiert. Wie eine Pressesprecherin des Heidenheimer Landratsamts mitteilt, hat sich eine Lehrkraft der Grundschule angesteckt. Diese Person habe sich am Mittwoch – symptom- und beschwerdefrei –  einem freiwilligen Test für Beschäftigte an Schulen unterzogen. Das Gesundheitsamt informierte daraufhin die Betroffenen.

Alle Lehrer sind in Quarantäne

Kontakt zu der Lehrkraft hatten die Schüler der Klassen zwei, drei und vier. Sie befinden sich nun seit Freitagabend für 14 Tage in Quarantäne. Die Schüler der ersten Klasse hatten keinen direkten Kontakt zu der infizierten Person, sind aber indirekt trotzdem betroffen: Weil auch alle Lehrer als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft werden, ist aus Quarantänegründen derzeit kein Unterricht an der Schule möglich. Die gesamte Schule wurde geschlossen.

94 Personen wurden am Sonntag auf Corona getestet

Wie Bürgermeister Jürgen Mailänder berichtet, wurde am Samstag direkt ein Krisenstab gebildet. Am Sonntagvormittag wurden dann alle Kontaktpersonen zum Corona-Test in die Güssenhalle gebeten.

Wie es seitens des Landratsamts heißt, sind zu diesem Termin alle 94 betroffenen Personen erschienen. Von ihnen wurde ein Abstrich genommen. Die Ergebnisse der Tests wurden im Lauf des Montags erwartet, lagen jedoch zu Redaktionsschluss noch nicht vor. Einfluss auf die Dauer der Quarantäne hätte ein negatives Ergebnis ohnehin nicht. Es bleibt bei 14 Tagen. Laut Auskunft von Bürgermeister Mailänder soll am Donnerstag ein erneuter Test stattfinden.

Schulleiterin ist von Quarantäne auch betroffen

Wie geht es nun weiter mit dem Schulalltag? Das war die Frage, die Schulleiterin Cornelia Härtner in den vergangenen Tage keine ruhige Minute ließ. Ihr Telefon klingelte praktisch pausenlos. An Besprechungen am Wochenende habe sie aber gar nicht teilnehmen können, da sie selbst – wie alle Lehrer und Schüler – in Quarantäne sei.

Sie sei aber sehr froh darüber, sagt Härtner, dass man an der Rudolf-Magenau-Schule gut aufgestellt sei und die Qualitätsstandards des Kultusministeriums für Fernunterricht bereits seit März umgesetzt habe. Notfalls sei der Unterricht für die Schüler also auch zu Hause gesichert. „Die Schule hat super reagiert“, sagt Bürgermeister Mailänder.

Schulküche kann wieder genutzt werden

Auch die Vorbereitung für eine mögliche Teststation in der Güssenhalle haben sich ausgezahlt. Wie Karin Wilhelmstätter von der Gemeindeverwaltung bestätigt, hat der kurzfristige Aufbau durch Mitarbeiter des Bauhofes am Wochenende sehr gut geklappt.

Auch auf den Betrieb des Kindergartens Konfetti hatte die Schulschließung übrigens Auswirkungen, da die Schulküche kurzfristig nicht genutzt werden konnte, in der auch das Mittagessen für die Kindergartenkinder gekocht wird. Nach Auskunft von Kindergartenleiterin Claudia Hangleiter behalf man sich mit einem Vesper. Für die 15 Kleinen in der Krippe bereitete eine Erzieherin ein warmes Mittagessen zu. In den kommenden Tagen kann die Schulküche nach Auskunft von Bürgermeister Mailänder dann auch wieder benutzt werden.

Corona von Kontaktperson bis Quarantäne Symptome, Regeln, Tests: Das sagt das Gesundheitsamt

Kreis Heidenheim