Hermaringen / Brigitte Malisi Normalerweise werden neue Gemeinderäte in öffentlicher Sitzung verpflichtet. In Zeiten von Corona muss die Gemeinde Hermaringen allerdings andere Wege gehen.

Peter Müller rückt für Mireille Schöne, die aus beruflichen Gründen aus dem Gremium ausgeschieden ist, im Gemeinderat nach. Da es in Hermaringen bei der letzten Kommunalwahl erstmals keine Fraktionen gab und alle Kandidaten mit einer gemeinsamen Bürgerliste antraten, rücken jeweils die Personen mit dem höchsten Stimmenanteil nach. Für Peter Müller hatten 422 Wähler gestimmt.

Üblicherweise werden neue Gemeinderäte in einer öffentlichen Sitzung verpflichtet. Damit das Gremium auch trotz Corona-Einschränkungen komplett ist, wurde Peter Müller jedoch vorab von Bürgermeister Jürgen Mailänder schriftlich verpflichtet. Damit konnte er auch bereits an der ersten Beratung des Gemeinderates per Videokonferenz teilnehmen.

Erst vor Kurzem hatte man in Hermaringen Tablets für alle Räte angeschafft. Jetzt nutzte man sie, um auch ohne Sitzung gemeinsame Entscheidungen treffen zu können.

Drei Frauen hatten es in den Hermaringer Gemeinderat geschafft. Nach nur wenigen Monaten gibt Mireille Schöne das Amt wieder ab. Was ist der Grund dafür?

Hermaringer Räte verzichten auf Parteipolitik und hoffen dadurch auf mehr Kandidaten. Das könnte Auswirkungen auf das Wahlrecht haben.