Mit „Hermaringen – Fit für die Zukunft“ ist ein Projekt überschrieben, an dem Gemeinde und Bürger seit nunmehr einem Jahr arbeiten. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt wurden Ideen gesammelt und weiterentwickelt. Verschiedene Themen wurden dabei berücksichtigt. Eine zentrale Frage ist jedoch: Wie kann auch künftig das gesellschaftliche Miteinander im Ort lebendig gehalten werden, wenn weniger Menschen bereit sind, sich dafür ehrenamtlich zu engagieren?

Im Sommer hatte der Gemeinderat entschieden, dass man weiter an diesen Themen dranbleiben möchte und dafür ein Förderantrag im Rahmen des Projektes „Quartierimpulse“ des Landes gestellt werden soll. Bis zu 70 000 Euro könnte Hermaringen dafür erhalten, allerdings muss die Gemeinde 20 Prozent der Kosten selbst einbringen. Das muss nicht zwangsläufig in Form von Geldern sein, sondern kann auch durch personelle Unterstützung erfolgen.

Inzwischen fanden weitere Workshops – zum Teil per Videokonferenz – statt, um den umfangreichen Förderantrag auf den Weg zu bringen. Erste Signale seien sehr positiv, teilte Bürgermeister Jürgen Mailänder in der letzten Gemeinderatssitzung in der Güssenhalle mit. Eine Entscheidung falle jedoch erst Anfang nächsten Jahres. Sollte Hermarigen die Förderung bekommen, läuft das Projekt bis Ende 2022. Alles also ganz schön knapp, meinte Gemeinderätin Ute Köbel, die sich selbst in der Zukunftswerkstatt engagiert. Um die Zeit trotz Corona-Einschränkungen möglichst effektiv zu nutzen, würde man wohl mit einer schriftlichen Bürgerumfrage starten.