Der ehemalige Lehrer und leidenschaftliche Heimatforscher Dr. Günter Schmeisky ist im Alter von 72 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Schmeisky war gebürtiger Stuttgarter und studierte an der Universität Stuttgart Germanistik und Geschichte. 1978 promovierte er zu „Mittel- und niederdeutschen Sangverslyrik-Überlieferung in alten Handschriften“. Im Schuldienst (Geschichte und Deutsch) kam Schmeisky nach Giengen ans Margarete-Steiff-Gymnasium und ließ sich schließlich in Hermaringen nieder. 1993 wechselte er ans Heidenheimer Schiller-Gymnasium, wo er 2013 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Geschichte, Heimatkunde und alte Texte waren für Schmeisky stets Beruf, Hobby und Leidenschaft in einem: Allein für den Heidenheimer Heimat- und Altertumsverein veröffentlichte er über die Jahre Dutzende Arbeiten aus einem breiten Themenspektrum, veröffentlichte Bücher und Aufsätze und betrieb eigene Forschungen. So spürte der Historiker über 70 Bände aus den Beständen des ehemaligen Klosters Herbrechtingen in einem Dillinger Archiv auf. Schmeisky, der mittellateinische oder althochdeutsche Quellen so mühelos las wie die Zeitung, transkribierte auch immer wieder ganze Bände für andere Historiker und Heimatforscher.

Bekannt war Schmeisky nicht nur bei Generationen von Schülerinnen und Schülern, sondern auch durch seine Vorträge und durch Veranstaltungen bei Volkshochschulen. Und allenfalls beim Sport im SC Hermaringen legte der eingefleischte Bücherwurm den Lesestoff beiseite.