Hermaringen / Brigitte Malisi 0,85 Hektar groß ist das Gebiet, auf dem ein Eigentümer Veränderungen vornehmen will. Auf eigene Kosten möchte er nun einen Bebauungsplan aufstellen.

Für das Gebiet Hohweiher besteht bisher kein Bebauungsplan. Veränderungen wie der Abbruch eines Gebäudes oder ein Neubau sind deshalb nicht zulässig. Anlieger Eberhard Fetzer ist nun an die Gemeinde herangetreten und möchte einen Bebauungsplan für ein etwa 0,85 Hektar großes Gebiet auf eigene Kosten aufstellen lassen, um künftige Nutzungsänderungen zu ermöglichen.

Hans-Dieter Diebold wollte dem Plan in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats nicht unbesehen zustimmen. In Allewind habe man einen ähnlichen Fall gehabt, da habe der Bauherr aber alle Pläne von vornherein auf den Tisch gelegt. Er befürchte, hier eine Art „Blankoscheck“ auszustellen. Bürgermeister Jürgen Mailänder versuchte zu beschwichtigen, es handele sich ja erst einmal um einen Aufstellungsbeschluss, die Planung müsse im weiteren Verfahren genau dargelegt werden. Dabei könne der Gemeinderat die Voraussetzungen für das Baugebiet genau festlegen.

Robert Schmid sah es als sinnvoll an, dass Neues auf ohnehin bereits versiegeltem Grund entstehe. Auch Ute Kölbl konnte sich mit einer neuen Nutzung anfreunden, es sei schließlich nicht wünschenswert, dass hier eine Brache entstehe. Sie hatte aber gleichzeitig Bedenken, dass es Unruhe geben könnte, da vielleicht auch weitere Anlieger auf ihren Grundstücken bauen möchten.

Diebold stellte schließlich den Antrag, den Tagesordnungspunkt zu vertagen und auf die Pläne des Bauherren zu warten. Das lehnte der Gemeinderat aber mehrheitlich ab, statt dessen wurde der Aufstellungsbeschluss gefasst.