Hermaringen / Brigitte Malisi Vier neue Ratsmitglieder haben die Arbeit aufgenommen und hatten auch gleich große Summen für das Mühlfeld zu vergeben.

Erstmals in neuer Besetzung tagte am Mittwoch der Hermaringer Gemeinderat. Dabei hieß Bürgermeister Jürgen Mailänder vier neue Mitglieder willkommen. Martin Birzele, Michael Gauger, Stefanie Zengerle und Mireille Schöne werden künftig über die Belange der Gemeinde mitentscheiden. Ebenfalls ein Novum: Es gibt keine Fraktionen mehr. Alle Kandidaten waren zur Gemeinderatswahl erstmals mit einer gemeinsamen Bürgerliste angetreten. Damit sitzen nun die zwölf Vertreter im Rat, die bei der Wahl die meisten Stimmen erhalten haben. Das Amt der Stellvertreter des Bürgermeisters übernehmen künftig Robert Schmid (erster Stellvertreter) und Martin Gansloser.

Pläne nochmal vorgestellt

Im Anschluss an diese Formalitäten war dann Arbeit angesagt. Damit sich die neuen Räte in die komplexe Neugestaltung des Mühlenhofs und des Bahnhofsumfeldes besser hineindenken können, wurde die Ausführungsplanung nochmals ausführlich von Planer Ulrich Mäck erläutert. Auf dieser Grundlage sollen jetzt die Ausschreibungen erfolgen. Ziel ist es außerdem, die Außenplanung mit den Planern des Seniorenzentrums abzustimmen, um ein möglichst einheitliches Bild zu erhalten.

Direkt zur Vergabe ging es für die Erschließung des Baugebietes Mühlfeld. In die Ausschreibung hatte man zusätzlich verschiedene Straßensanierungsarbeiten aufgenommen. Ein geschickter Schachzug, wie sich an den Preisen zeigte. Für insgesamt rund 951 000 Euro wird die Firma Leonhard Weiss zusätzlich zu den Erschließungsarbeiten im Mühlfeld den Geh- und Radweg der Karlstraße bis zur Brenzstraße ausbauen, eine Sanierung im Bereich Magenau- und Neuffenstraße vornehmen und den Gehweg an der Oskar-Enslin-Straße erneuern.

Tablets nach der Sommerpause

Eine weitere Vergabe betraf das so genannte Ratsinformationssystem. Ziel des Gemeinderats ist es, in Zukunft die Sitzungsunterlagen nicht mehr in Papierform, sondern elektronisch zu verschicken. Dafür wurde die Lieferung für die Software an die Firma Held in Waiblingen für rund 9000 Euro vergeben. Der Kauf der Tablets, von denen jedes Ratsmitglied eines erhalten soll, wird erst nach der Sommerpause erfolgen.