Der schonende Umgang mit Energie ist in Hermaringen schon seit vielen Jahren ein Thema, das man sehr wichtig nimmt. „Das kommt uns jetzt zugute“, erklärte Bürgermeister Jürgen Mailänder in der Sitzung des Gemeinderates.

Dennoch wird man auch in Hermaringen angesichts der angespannten Energie-Situation zusätzliche Einsparmöglichkeiten nutzen. Im Rathaus und in der Schule wird die Raumtemperatur auf 19 Grad abgesenkt, in den Kindergärten auf 20 Grad. In der Güssenhalle werden sich die Sportler künftig warm laufen müssen: Hier soll nur noch auf 15 Grad geheizt werden.

Michael Gauger bat darum, das allen Sportgruppen mitzuteilen. Bei weniger aktiven Sportarten müsse man sich darauf einstellen können, sich warm anzuziehen.

Außerdem werden alle Durchlauferhitzer an den Handwaschbecken ausgeschaltet.

Über all diese Maßnahmen gab es keine Diskussion. Bei Abschaltung der nächtlichen Straßenbeleuchtung bestand allerdings Redebedarf. Bereits vor sieben Jahren hat die Gemeinde die 400 Laternen im Ort auf LED umgerüstet. Damit habe man eine Ersparnis von 80 Prozent des bisherigen Strombedarfs erzielen können, erläuterte Mailänder. Durch das Dimmen der Beleuchtung zwischen 0 und 5 Uhr am Morgen würde zusätzlich eingespart. Um dennoch weiteres Einsparpotential auszuschöpfen, schlug die Verwaltung jetzt vor, die Straßenlaternen zwischen 0.30 und 4.30 Uhr ganz abzuschalten. Mailänder verwies auf die Gemeinde Nattheim, in der das schon lange praktiziert werde.

Wolfgang Nothelfer konnte sich damit dennoch nicht anfreunden. Ute Kölbel wünschte sich einen Kompromiss und schlug vor, die Lampen noch weiter zu dimmen. Holger Lehmann war der Ansicht, dass man die Abschaltung einfach mal ausprobieren könnte. Das Sicherheitsempfinden sei zwar unterschiedlich, aber er glaube nicht, dass um diese Zeit wirklich viele Menschen im Ort unterwegs seien. Gauger verwies auf den positiven Effekt, dass man so auch weniger Lichtverschmutzung verursache.

Zwei Gemeinderäte sprachen sich schließlich gegen die Abschaltung der Straßenbeleuchtung aus. Alle anderen Energiesparmaßnahmen wurden einstimmig getroffen.

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