Hermaringen / Marita Kasischke Mit Ehrungen für Blutspender und Sportler sowie musikalischer Unterhaltung geriet die Feier in der Hermaringer Güssenhalle zum geselligen Miteinander.

Die Damen „Layla“ und „Jolene“ hießen die rund 170 Bürger beim Neujahrsempfang am Sonntag in der Güssenhalle willkommen. Das „weltweit einzige Trio, das ein Quartett ist“, nämlich „Trio Procsecco“ begrüßten das Publikum mit den bekannten Hits und sorgten für die musikalische Umrahmung des rund eineinhalbstündigen offiziellen Programms.

Bürgermeister Jürgen Mailänder fügte seinen Neujahrswünschen einen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das kommende Jahr an, das im Zeichen von Bauprojekten stehen wird, von denen die neue Brücke über die Brenz in der Kronenstraße nur eines von vielen Vorhaben ist. Die Behebung des Ärztemangels steht ebenso auf der Agenda. Mit den Seniorenbungalows soll, so Mailänder, „auch der letzte Mosaikstein des Mühlenareals“ angegangen werden. „Aus finanzieller Hinsicht war es ein gutes, um nicht zu sagen sehr gutes Jahr“ beleuchtete Mailänder die Finanzen, in denen mit 3,3 Millionen Euro Gewerbesteuer ein „historischer Spitzenwert“ erzielt werden konnte.

Auch das Ehrenamt hob er hervor, das mit dafür sorge, dass „die Menschen gerne hier leben“. Dazu passte es hervorragend, dass viele Ehrungen anstanden. Die beeindruckende Zahl von 125 Blutspenden – „das entspricht zehn Mal so viel Blut, wie ein Erwachsener in seinem Körper hat“ (Mailänder) – konnte Otto Renner vorweisen; er wurde mit der Ehrennadel in Gold mit goldenem Lorbeerkranz und eingravierter Spendenzahl ausgezeichnet. Auf 50 Blutspenden bringen es Holger Neumaier und Hans Diebold, die ebenfalls mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurden. Diese erhielten auch Helga Russo und Harald Steinmetz. Für zehnmaliges Blutspenden wurde die einfache Ehrennadel in Gold an Ricarda Feldmann, Helga und Karin Wilharm, Beate Ludwig und Martin Mietzner verliehen.

Zahlreiche sportliche Erfolge

Die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr errang vergangenes Jahr als erste Gruppe der Hermaringer Feuerwehr und als einzige aus dem Landkreis die höchste Auszeichnung das Leistungsabzeichen in Gold. Für die Teilnehmer Kübra Cebeci, Matthias Maier, Kai Hönig, Kim André Reusch, Steffen Grolik, Max Groll, Simon Maier, Martin Brandstätter und Jens Gräf gab dazu noch die Ehrung der Gemeinde, überreicht von Bürgermeister Mailänder und Kommandant Rainer Grupp.

Auch sportlich konnte Hermaringen 2018 herausragende Leistungen vorweisen. Kunstturnerin Elisa Kuen belegte mit der Mannschaft des HSB den 4. Platz in der zweiten Bundesliga. Birgit und Jürgen Buttkus ertanzten sich so manche hervorragende Platzierung, darunter der 97. Platz unter 188 Paaren bei den Weltmeisterschaften in Tschechien. Sportschütze Wolfgang Nothelfer siegte in der Disziplin Luftgewehr bei den Kreismeisterschaften im Einzel und mit der Mannschaft und belegte den 5. Platz bei den Landesmeisterschaften mit der Mannschaft. Tanja Maier gewann unter anderem beim Giengener Stadtlauf und wurde Vierte bei den Landesmeisterschaften über 3 x 800 Meter. Platz 8 bei den Deutschen Crossmeisterschaften, Unter anderem Platz 3 im Einzel bei den Landes-Crossmeisterschaften und Platz 3 bei den Lande-Waldlaufmeisterschaften sowie Platz 2 mit der Mannschaft bei den Landes-Crossmeisterschaften konnte Ute Fetzer vorweisen. Dennis Weigel wurde Regionalmeister im Diskuswurf und Vierter beim Kugelstoßen und Zweiter im Speerwurf bei den Kreismeisterschaften. Jonas Wilhelmstätter wurde vierfacher Kreismeister im Kugelstoßen, Hochsprung, Speerwurf und Weitsprung, siegte bei den Regionalmeisterschaften im Kugelstoßen und mit der 4 x 100-Meter-Staffel und wurde Zweiter im Hochsprung, um nur die Besten seiner Top-Platzierungen zu nennen. Sascha Baß siegte bei den Stadtläufen in Heidenheim und Giengen und beim Geologenlauf in Steinheim. Egon Kartaly siegte beim Frühlingslauf in Schnaitheim und beim Höhlenbärenlauf in Hürben. Und mit Michael Gansloser und Philipp Schmid wurden zwei Fußballer geehrt, die mit den Sontheimern Meister der Bezirksliga wurden und in die Landesliga aufstiegen.

Nach dem Ehren die Geselligkeit

Unter den Hermaringer Mannschaften wurden zwei Jazztanz-Formationen des SSV ausgezeichnet. Die Formation „Flashback“ wurde Zweite beim Ostwürttemberg-Dance-Cup und die Formation „Outset“ Dritte beim Achalm-Dance-Cup. Beide wurden ebenfalls geehrt, und damit konnte nach der Pflicht die Kür beginnen: Das gesellige Miteinander bei einem Mittagessen, begleitet von den Klängen des „Trios Prosecco“.

Silberne Ehrennadel für „Mister SC Fußball“

Einem „Vollblut-Ehrenamtlichen“, wie es Jürgen Mailänder ausdrückte, wurde anlässlich des Neujahrsempfangs eine besondere Auszeichnung zuteil: Hans Thoma, der „Mister SC Fußball“, erhielt die Silberne Ehrennadel der Gemeinde für seinen herausragenden Einsatz im Ehrenamt. Seit 60 Jahren im Verein, ist er seit fast 50 Jahren als Kassier der Fußballabteilung tätig. Beim Bau des SC-Vereinsheims hat er sich in Planung und Bau mit unzähligen Arbeitsstunden eingebracht, wie auch danach als Mitglied des Hausverwaltungsvereins. Diesem Verein ist es zu verdanken, dass die Schulden, die durch den Bau des Vereinsheims entstanden sind, in kurzer Zeit wieder getilgt werden konnten.

Hans Thoma ist darüber hinaus Mitglied der Sparte Wandern und beteiligt sich seit vielen Jahren aktiv an der Ausrichtung der jährlichen internationalen Wandertage und nahm auch selbst mit der Wandergruppe an vielen ähnlichen Veranstaltungen teil. „Noch heute ist er überall dort zu finden, wo eine helfende Hand gebracht wird“, würdigte Mailänder den Einsatz des Geehrten und fügte an, „dass man als ehemaliger aktiver Fußballer nach seiner aktiven Zeit in die AH wechselt, ist vielleicht selbstverständlich. Dass man mit über 70 Jahren dort noch mittrainiert, finde ich phänomenal“. Und als wäre das alles noch nicht genug Ehrenamt, ist Hans Thoma noch im VdK tätig und bringt es als Schatzmeister dort auf die mittlerweile auch stolze Zahl von 17 Jahren. Dem Dank und der Anerkennung des Bürgermeisters schloss sich das Publikum mit langem Beifall an.