Hermaringen / HZ Die Gemeinde kommt damit auf die Maximalförderung von 90 Prozent durch Bund und Land.

Die Gemeinde kommt künftig schneller ins Netz: Für den Breitbandausbau erhält Hermaringen 316 417 Euro als Zuschuss des Landes Baden-Württemberg. Dies teilte das für Digitalisierung zuständige Ministerium in Stuttgart mit. An Bundesförderung waren Hermaringen zuvor schon knapp 400 000 Euro bewilligt worden.

Der Heidenheimer Landtagsabgeordnete Martin Grath (Grüne) freute sich über die Zuschussbewilligung zum Breitbandausbau. „Nun liegen in Hermaringen Bundes- und Landesförderbescheide für eine geplante Gesamtinvestition von circa 800 000 Euro vor. Durch die Kopplung von Landes- und Bundesförderung ist es unterversorgten Gebieten möglich, eine Förderung von insgesamt 90 Prozent der Investition zu erhalten, um sogenannte weiße Flecken zu schließen,“ ergänzte Grath. „Hermaringen kann damit loslegen, eine Infrastruktur für die digitale Zukunft zu schaffen, von der Bürgerschaft, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen profitieren.“

„Beim Ausbau unserer digitalen Infrastruktur haben wir das Tempo gegenüber dem vergangenen Jahr noch einmal fast verdoppelt. Die aktuelle Situation in der Corona-Krise zeigt, die flächendeckende Versorgung von Haushalten mit schnellem Internet ist unverzichtbar, zum Beispiel für das Arbeiten im Homeoffice“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl bei der Übergabe der Zuschussbescheide in Stuttgart. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage fand die Übergabe erstmals als Videokonferenz mit den Vertretern der Kommunen statt.

Insgesamt wurden 39 Breitbandförderbescheide in Höhe von 32,4 Millionen Euro vergeben. Bis 2021 will das Land mehr als eine Milliarde Euro für den Breitbandausbau bereitstellen.